Wernigerode ist die einzige ostdeutsche Kommune, die 2021 im Europan-Wettbewerb Ideen junger europäischer Architekten/Innen zur Stadtgestaltung nutzt / Begehung und Kolloquium am 27. Mai

 

Kommunale Stadtentwicklung Wernigerode/Europan „Interessantes Projektgebiet, das die Fantasien beflügelt“

 

Mit dem Entwicklungsareal um den Veckenstedter Weg beteiligt sich die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH GWW (https://gww-wr.de/) zusammen mit der Stadt Wernigerode am diesjährigen europäischen Planungswettbewerb Europan „Living Cities“ (https://www.europan.de/wettbewerb/). Wernigerode ist damit die einzige ostdeutsche Kommune, die 2021 junge europäische ArchitektenInnen und ihre Ideen für die Stadtgestaltung nutzbar machen will. Die Stadt stößt dabei auf reges Interesse beim europäischen Berufsnachwuchs, wie bereits die Startphase des am 5. April 2021 gelaunchten Wettbewerbs zeigt. Der Auftaktveranstaltung folgten – coronabedingt online – europaweit über 200 Interessenten. Neben Wernigerode nehmen noch weitere vier deutsche Städte als Wettbewerbsstandorte teil.

 

Lola Meyer, Geschäftsführerin von Europan, Deutsche Gesellschaft zur Förderung von Architektur und Städtebau e. V., lobt die Wernigeröder Initiative: „Wernigerode hat ein interessantes Projektgebiet, das die Fantasien beflügelt. Hier ziehen städtische Wohnungsbaugesellschaft und Stadtverwaltung an einem Strang, auch bei der Bereitstellung der Mittel für den Wettbewerb.“

 

Wernigerodes Herangehen sieht Lola Meyer als Modellprojekt auch für andere ostdeutsche Kommunen, die sich im Wettbewerb noch immer zu rar machten. „Wir möchten die Ostdeutschen ermutigen – wie in Wernigerode – städtische Bauvorhaben zusammenzubringen mit den Nachwuchsgenerationen von ArchitektInnen und StadtplanerInnen in Europa zum Vorteil der Stadtentwicklung. Europan macht das alle zwei Jahre möglich“, hebt Lola Meyer hervor.

 

Am 27. Mai 2021 ist nun die Begehung und das Rückfragen-Kolloquium zum Wettbewerbsstandort Wernigerode geplant. Alles wird aber auch als Videomitschnitt festgehalten und online abrufbar sein unter www.europan.de

 

„Für unser Entwicklungsareal um den Veckenstedter Weg haben wir zukunftsfähiges Mehr-Generationen-Wohnen mit viel Gemeinschafts-Grün im Visier“, untermauert GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann das Anliegen des Vermieters für das Fördergebiet. Miet-Wohnraum für junge Familien sei im Stadtgebiet von Wernigerode knapp. Die meisten müssten aufs Umfeld ausweichen, erklärt Christian Zeigermann weiter.

 

Das wolle die GWW mit dem neuen Areal am Bürgerpark nun ändern. Hier sollen jeweils 20 bis 40 Mietwohnungen in Mehr-Generationen-Häusern entstehen mit grünem Frei- und Gemeinschaftsraum für alle. Energetische und wirtschaftlich rentable Konzepte stünden im Vordergrund. Häuser mit einer klaren Baustruktur und gutem Raumkonzept seien das Ziel.

 

Christian Zeigermann freut sich: „Unser Oberbürgermeister und die Stadtspitze Wernigerodes haben maßgeblichen Anteil daran, dass wir diesen Wettbewerb und das internationale Ideenpotenzial nach Wernigerode holen konnten. Die ‚bunte Stadt am Harz‘ wird ihrem Namen erneut alle Ehre machen.“

 

„Wie wollen wir in Zukunft leben und wohnen? Und wie sehen die dazu passenden Häuser und Wohnungen aus? Diesen Fragen stellen wir uns als Vermieter und Kommune aktuell in der Planung des Areals Veckenstedter Weg 76-80 und Veckenstedter Weg 14 a/Gießerweg 9 in Wernigerode“, untermauert Christian Zeigermann. „Wir freuen uns über das rege Interesse und die Ideen, die bis Mitte September bei Europan dazu eingereicht werden können.“

 

„Im Oktober und November 2021 wird sich dann eine lokale und eine nationale Jury mit den Entwürfen auseinandersetzen und ihre Favoriten benennen. Bis Ende Dezember stehen dann Platz 1 und zwei weitere fest“, erläutert Europan-Geschäftsführerin Lola Meyer das Procedere.

 

Auch Architekt und Stadtplaner Josef Weber, Vorstandsmitglied von Europan und Pate des Wettbewerbs für Wernigerode, sieht den Ergebnissen mit Spannung entgegen.

 

Er hält das Planungsareal um das Fördergebiet für ausgesprochen interessant für ArchitektInnen. Es sei an einer prominenten Eingangsstelle der Stadt und werfe alle Fragen auf, die heutiges modernes Bauen und Wohnen stellten. Diese bezögen sich nicht mehr nur auf die Gebäude und Wohnungen, sondern auf gesellschaftliche Herausforderungen, wie z. B. ob Homeoffice integriert werden könne.

 

Trends wie das zunehmende Selbstversorgungsbedürfnis, nach Urban Gardening, besserer ÖPNV-Anbindung oder der Verbindung von Wohnen und Arbeiten und das Wegkommen von den Schlafquartieren hin zu Mischgebieten mit Gewerben im Erdgeschoss, suchten heute nach adäquaten städtebaulichen Antworten. Josef Weber wünscht sich das GWW-Quartier am Bürgerpark als zukünftiges Vorzeigeprojekt für Wernigerode. „Hier wird bald Aufbruchstimmung, dem Trend der Zeit folgend, herrschen. Darauf könnten sich alle freuen.“

 

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 27.05.2021

Für 12,5 Millionen Euro bekommt Wernigerode eine neue Grundschule

 

Jetzt heißt es Daumendrücken, damit beim Bau auch alles glatt läuft. Im Herbst 2022 sollen Wernigerodes Francke-Grundschüler in ihr neues Schulhaus ziehen.

 

Baustart in Hasserode: Nachdem der offizielle Spatenstich für den Neubau der Francke-Grundschule vollzogen war, schnappten sich kurzerhand die Grundschüler die Spaten und erledigten den Rest.

Wernigerode – „Wir freuen uns auf unsere neue Schule“, bringt es Christiane Kresse-Wenzel auf den Punkt. Mit „wir“ meint die Chefin der Francke-Grundschule nicht nur die Lehrer, sondern auch die über 200 Kinder, die die Schule in Hasserode besuchen, und deren Eltern. Lange, wirklich lange, haben sie auf diesen Moment gewartet. Mit dem offiziellen ersten Spatenstich ist am Donnerstagvormittag der Baustart für den Neubau des Schulhauses eingeläutet worden.

 

Im Herbst 2022 – also in anderthalb Jahren – soll das dreistöckige Gebäude mit zehn Klassenräumen, sechs Fachkabinetten samt Anbau für den Hort bezugsfertig sein. Für die Schüler und Lehrer erfüllt sich damit ein langgehegter Traum. Seit 2014 sei diskutiert, geplant und abgestimmt worden, blickt die Schulleiterin zurück.

 

„Es ist manchmal schwierig, solche Projekte auf den Weg zu bringen“, schlägt OB Peter Gaffert (parteilos) in die gleiche Kerbe. Dabei habe die Franckeschule wirklich schon sehr lange auf der Agenda der Wernigeröder Stadtverwaltung gestanden.

 

Das alte Schulgebäude entspricht längst nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Schulbetrieb. 1978 als Polytechnische Oberschule erbaut, nagt inzwischen der Zahn der Zeit an dem Schulkomplex vom Typ „Erfurt“. Fenster und Dämmung sind verschlissen. Der Speiseraum ist zu klein. Es mangelt an Barrierefreiheit und an Schallschutz. Auch von außen bietet die Grundschule keinen schönen Anblick. Verwaltung und Stadtrat waren sich einig – hier muss sich etwas tun.

 

 

Zweimal mit Förderanträgen gescheitert

Trotzdem ging es über Jahre nicht wirklich voran. „Zweimal sind wir mit unseren Förderanfragen gescheitert, obwohl die Anträge akribisch vorbereitet wurden“, so Gaffert. Die Stadt hatte sich um Geld aus dem Fördertopf des „Stark III“-Programmes bemüht, das an eine energetische Sanierung gebunden war. Vergeblich. Erst als man sich 2019 dazu durchrang, mit der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft (GWW) eine städtische Tochterfirma ins Boot zu holen – auch um die große Investition als Kommune nicht allein und auf einmal stemmen zu müssen – kam Bewegung in die Sache.

 

„Denn“, gibt OB Gaffert zu bedenken, „solch eine Investition ist auch eine Frage des Geldes. Eine neue Schule gibt es nicht zum Nulltarif.“ 12,5 Millionen Euro kostet das Bauprojekt. „Manch einer wird sicherlich sagen, das ist teuer. Aber teuer ist Bildung nur, wenn keine da ist“, so der Oberbürgermeister. Deshalb sei jeder Euro gut investiert.

 

Bis zum Baustart mussten noch etliche Fragen geklärt werden, erinnert GWW-Chef Christian Zeigermann. „Zum Beispiel ob Sanierung oder Neubau. Nach einer Untersuchung waren wir aber überzeugt, dass ein Neubau die einzig richtige und nachhaltigste Variante ist.“

 

 

Wohnungen und Kaufhalle auf freiwerdender Fläche

Auch der Verkauf des Grundstücks an die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft stand zur Debatte. Die GWW als Eigentümer hätte gebaut, die Stadt sich als Nutzer der Grundschule eingemietet. Diese Lösung wurde ebenfalls verworfen. Es sei für alle Beteiligten finanziell vorteilhafter, wenn die Stadt die Schule behält und die GWW mit dem Neubau beauftragt, so die Argumentation. Das Wohnungsbauunternehmen wird den Bau nun mit Hilfe eines Kredites finanzieren. Die Stadt wiederum stottert die Summe über 30 Jahre durch jährliche Zahlungen von etwa einer halben Million Euro ab.

 

Mit Industriebau Wernigerode habe die GWW einen starken Partner als Generalunternehmer gefunden. „Damit haben wir das Rundum-Sorglos-Paket“, so Zeigermann. „Wir geben alles in eine Hand.“ Das Ziel stehe: „Bis Oktober 2022 soll das Gebäude fertig sein.“ Danach werde das alte Schulgebäude abgerissen. Die Sport- und Freiflächen sollen bis August 2023 fertig gestellt werden.

 

Auf dem freiwerdenden Grundstück, so ist es vorgesehen, sollen unter Federführung der GWW Wohnungen für Familien entstehen, „die sonst kaum Wohnraum in Wernigerode finden“, so Zeigermann. Zudem gebe es Überlegungen, dort noch einen kleinen Einkaufsmarkt zu errichten – sicherlich sehr zur Freude vieler Anwohner, die sich seit der Schließung der Trift-Kaufhalle für eine Einkaufsmöglichkeit im obereren Hasserode stark machen.

 

Überschattet wurde der offizielle Spatenstich von einer traurigen Nachricht. Peter Schmidt, langjähriger Geschäftsführer und Mitbegründer von Industriebau Wernigerode, ist vor wenigen Tagen ganz plötzlich verstorben. „Er war Hasseröder und Wernigeröder mit Leib und Seele“, so Peter Gaffert. „Und er sollte heute eigentlich dabei sein.“ Das Projekt werde in seinem Sinne fortgeführt, versichert Christian Zeigermann. „Ich denke, er schaut uns von oben zu.“

 

Quelle: Harzer Volksstimme vom 21.05.2021

 

 

GWW-Kunstförderung zum 30. Geburtstag

 

Die Malerin Iris Band und ihr Werk „30 Jahre GWW“

 

Kunst im öffentlichen Raum. Die GWW nimmt ihren 30. Geburtstag zum Anlass, eine schöne Haustradition fortzusetzen: Die Förderung von Kunst zum Nutzen der Allgemeinheit. Ausgestellt im Jubiläumsjahr in und um die GWW-Zentrale. Dabei erleben die Skulpturen des berühmten Wernigeröder Künstlers Karl Oppermann ein Revival. Sie wurden jetzt zum 30. von der GWW angekauft. Neu zu sehen ist das eigens zum Jubiläum entstandene Bild der Malerin Iris Band, international bekannt und berühmt für ihre Stadtporträts. In Planung: ein Graffiti-Wettbewerb mit jungen Künstlern.

 

Einen optimistischen heiteren Gesamteindruck zu schaffen durch kräftige Farben in einem harmonischen Zusammenspiel von Alt- und Neubauten der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH und der Harzmetropole Wernigerode, so beschreibt die Künstlerin Iris Band, gebürtige Meißnerin, ihren Ansatz zu ihrem neuesten Werk. Diese Vision hatte sie, als sie im Januar 2021 begann, das 1,60 x 2,00 Meter große Gemälde zum 30. Geburtstag der GWW zu malen.

 

In Mitteldeutschland und inzwischen in aller Welt ist die Künstlerin für ihre Stadtporträts bekannt. Architektur und Lebendigkeit der Städte und Dörfer fängt sie in Acryl-Öl-Mischtechnik auf strukturierter Leinwand in hoher Farbigkeit und Originalität ein.

 

So wie das Bild mit dem Titel „30 Jahre GWW“, beginnt sie jedes neue Werk mit dem Strukturieren des Untergrunds, um später einen gewissen 3-D-Effekt beim Betrachter zu erzielen. Sie nennt es „plastisch unterkleben“ und meint damit Holzteilchen, mit denen sie die Leinwand beklebt, bevor sie grundiert wird. Dieser Untergrund ist für sie später auch Inspiration.

 

So nutzte sie im GWW-Bild eine Leinwand-Stelle mit besonders plastischer Struktur, um einen Luftbildblick auf das Stadtensemble Wernigerodes wirkungsvoll zu gestalten. „Im Zentrum der Bildkomposition stand für mich aber von Anfang an das interessante GWW-Hauptgebäude mit seiner modernen lichtdurchfluteten Architektur“, erläutert die Künstlerin. Zudem wollte sie die 30-jährige Geschichte der GWW in dem Gemälde wirkungsvoll verewigen.

 

„Zum 30. Geburtstag der Wohnungsgesellschaft wollte ich natürlich vor allem zeigen, wie schön Wernigerodes Alt- und Neubauten durch die Arbeit der GWW geworden sind. Aber natürlich musste ich auch das Schloss und das so typische Rathaus mit Brunnen darstellen. Sie gehören für mich einfach zum Bild dieser Stadt“, erzählt die Künstlerin weiter.

 

Die Malerin ist gefragt. Während sie an dem GWW-Auftrag arbeitete, starteten auf Malta und in der Hallenser Zeitkunst-Galerie zwei ihr gewidmete Ausstellungen mit vielen interessanten Stadtporträts dieser Welt.

 

Sie freue sich darauf (coronabedingt wohl erst im Sommer), das Werk zum Geburtstag der GWW der Wernigeröder Öffentlichkeit in einer Vernissage zeigen zu können. „Meine Stadtbilder muss man aus der Nähe betrachten. Erst dann erschließt sich die 3-D-Wirkung aus plastischem Untergrund und der Malerei darüber“, sagt sie abschließend.

 

GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann ist sich sicher, dass das Bild seine Bewunderer in Wernigerode finden wird. Er lobt darin die Harmonie der Komposition und die Lebendigkeit durch die hohe Farbigkeit. „Ich freue mich auch, die Alt- und Neubauten, die die GWW in Besitz hat, so einträchtig und wirkungsvoll nebeneinander zu sehen. Und darüber, dass sich darin die 30-jährige Geschichte der GWW widerspiegelt. So erfährt der Betrachter dann auch plastisch, dass 30 Prozent unseres Bestandes Altbauten und Denkmalgebäude sind, die einer sensiblen Verwaltung bedürfen. Ich sehe in dem Bild viel Schönheit, aber auch Kraftanstrengung, dass alles so schön und attraktiv bleibt“, so der GWW-Geschäftsführer abschließend.

 

Das neue Werk hängt nun im GWW-Hauptsitz am Platz des Friedens 6 in der Harzmetropole. So kann es jeder Besucher täglich sehen und betrachten, wenn es die Hygiene-Regeln wieder zulassen.

 

Das Gemälde

 

 

Die Malerin Iris Band

Aufbruchstimmung im Veckenstedter Weg 76-80

 

Der internationale Architekturwettbewerb Europan „Living Cities“ soll der GWW bis Ende des Jahres interessante Antworten für neues Wohnen im Fördergebiet bringen.

 

Wie wollen wir in Zukunft leben und wohnen? Und wie sehen die dazu passenden Häuser und Wohnungen aus? Dieser Frage stellt sich die GWW Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH aktuell in der Planung ihres Areals Veckenstedter Weg 76-80 und Veckenstedter Weg 14 a/Gießerweg 9 in Wernigerode.

 

Europan „Living Cities“, der internationale Architekturwettbewerb, an dem die GWW mit ihrem Projektgebiet teilnimmt, soll bis Ende des Jahres interessante Antworten bringen. Der Wettbewerb richtet sich alljährlich europaweit an Architekten bis 40 Jahre, ihre Ideen in die ausgeschriebenen Projekte einzubringen. (und sich damit einen ersten Namen zu machen.)

 

„Zukunftsfähiges Mehr-Generationen-Wohnen mit viel Gemeinschafts-Grün haben wir dort im Visier“, untermauert GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann das Anliegen des Vermieters für das Fördergebiet Veckenstedter Weg 76-80 im Rahmen des Europan-Wettbewerbs.

 

Miet-Wohnraum für junge Familien sei im Stadtgebiet von Wernigerode knapp. Die meisten müssten aufs Umfeld ausweichen, erklärt Christian Zeigermann weiter.
Das wolle die GWW mit dem neuen Areal am Bürgerpark nun ändern. Hier sollen jeweils 20 bis 40 Mietwohnungen in Mehr-Generationen-Häusern entstehen mit grünem Frei- und Gemeinschaftsraum für alle. Energetische und wirtschaftlich rentable Konzepte stünden im Vordergrund. Häuser mit einer klaren Baustruktur und gutem Raumkonzept seien das Ziel. Die GWW freue sich auf die Ergebnisse, die der Architekturwettbewerb bis Herbst hervorbringen werde.

 

Christian Zeigermann: Die Städtebaufördermittel des Landes Sachsen-Anhalt und der Stadt Wernigerode für das Projektgebiet habe die Teilnahme am Wettbewerb und das aufwendige planerische Herangehen möglich gemacht. Er sei stolz, auf diesem Weg internationales Ideenpotenzial nach Wernigerode holen zu können.

 

Architekt und Stadtplaner Josef Weber, Vorstandsmitglied von Europan, Deutsche Gesellschaft zur Förderung von Architektur und Städtebau e. V., und Pate des Wettbewerbs für Wernigerode, sieht den Ergebnissen mit Spannung entgegen.

Gerade hat er den Wettbewerbs-Unterlagen der GWW noch den letzten Schliff verliehen.

 

Nach dem offiziellen Wettbewerbsstart am 5. April und einer Rebriefing-Phase bis Juni sind dann die internationalen Architekturideen bis Ende September einzureichen.

 

Von 15 bis über 40 eingereichte Vorschläge reicht die Spanne gemeinhin, so weiß Josef Weber aus Erfahrung. Im Oktober und November wird sich damit dann eine nationale und eine lokale Jury auseinandersetzen und ihre Favoriten benennen. Bis Ende Dezember stünden dann Platz 1 und zwei weitere fest.

 

Ab 2022 ginge es dann in die Feinplanung und mögliche Umsetzung des Siegerentwurfs.

 

Josef Weber hält das Planungsareal um das Fördergebiet Veckenstedter Weg 76-80 und das Areal Veckenstedter Weg 14 a/Gießerweg 9 für ausgesprochen interessant für Architekten. „Das Wichtigste ist für die Planenden dabei die Realisierungsabsicht der GWW. Schon 2022 könnte der Baustart erfolgen“, meint Josef Weber optimistisch. Das Planungsgebiet sei an einer interessanten Eingangsstelle der Stadt und werfe alle Fragen auf, die heutiges modernes Bauen und Wohnen stelle. Diese bezögen sich nicht mehr nur auf die Gebäude und Wohnungen sondern auf gesellschaftliche Herausforderungen wie z. B. ob Homeoffice integriert werden kann.
Trends wie das zunehmende Selbstversorgungsbedürfnis, nach Urban Gardening, besserer ÖPNV-Anbindung oder der Verbindung von Wohnen und Arbeiten und das Wegkommen von den Schlafquartieren hin zu Mischgebieten mit Gewerben im Erdgeschoss, suchten heute nach adäquaten städtebaulichen Antworten. Josef Weber wünscht sich das GWW-Quartiere am Bürgerpark, deren Rückbau gegenwärtig stattfinde, als zukünftige Vorzeigeprojekte für Wernigerode. „Hier sollte bald Aufbruchstimmung, dem Trend der Zeit folgend, herrschen“, zeigt er auf. Darauf könnten sich alle freuen.

 

 

GWW-Spende von 3007 Euro an Crowdfunding-Projekt „Gemeinsam für Wernigerode“

 

„Gefühlt sind nun 3.007 GWW-Haushalte mit dabei“

Vier Fragen an Mario Vordank, Vereinskoordinator des Wernigeröder Sportvereins „Rot-Weiß“ e. V. und Abteilungsleiter Floorball, zum Crowdfunding-Projekt „Gemeinsam für Wernigerode“ und der GWW-Spende von 3.007 Euro

 

3.007 Euro, einen Euro pro Wohnung, spendete die GWW vor Ostern in das Crowdfunding-Projekt „Gemeinsam für Wernigerode: Für den Nachwuchs – für den Sport“. Was heißt das für das Projekt?

Mario Vordank: Unser Crowdfunding-Projekt ist super angelaufen. Gestartet am 16. März, hatten wir nach 15 Tagen bereits Spenden in Höhe von 11.125 Euro erhalten. Unser anvisiertes Spendenziel war es, in vier Wochen 15.000 Euro zu sammeln. Diesem Ziel sind wir nun unter anderem dank der großzügigen Spende der GWW, unserer langjährigen Kooperationspartnerin, sehr nah. Wir sind deshalb besonders glücklich über die Oster-Überraschung, die uns GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann spontan telefonisch überbrachte.

Wir finden auch die Idee gut, dass pro GWW-Wohnung 1 Euro gespendet wurde. Somit sind gefühlt 3.007 GWW-Haushalte mit unserem Projekt verbunden

 

Sehr früh gingen ehemalige Floorball-Bundesliga-Spieler mit einer 1.000 Euro-Spende mit gutem Beispiel voran. Andere folgten. Was war die kleinste, was die größte Spende? Wo war die Resonanz am größten?

Mario Vordank: Die kleinsten Spenden kamen von Jugendlichen mit 5 Euro. In der Mehrheit gaben Privatspender 25 bis 50 oder bis 100 Euro. Mit der Unterstützung des Bundesliga-Profis Nils Petersen, der aktuell beim SC Freiburg unter Vertrag ist, nahm die Spendenaktion sehr früh Fahrt auf. Schon nach fünf Tagen erhielten wir mehr als 5.000 Euro Spendengelder. Unsere sechs Ex-Bundesliga-Spieler der Red Devils motivierten dann mit ihrer Spende noch eine Menge mehr Menschen, das Projekt ebenfalls zu unterstützen. Es trat danach fast ein Schneeball-Effekt ein. Große Spenden in Höhe von 1.000 Euro erreichten uns dann von der Harzsparkasse, der PSFU Wernigerode GmbH und von Protect-Security Matthias Zoller. Diese Spenden wurden nun getoppt von der Spende der GWW, der größten Einzelspende mit über 3.000 Euro, getoppt. Wir sind überglücklich und sehr dankbar.

 

Wie ist die Situation des Wernigeröder SV „Rot-Weiß“ e.V.?

Mario Vordank: Es geht um unsere Mitglieder und hier vor allem um den Nachwuchs. Nach mehreren Monaten des Trainingsstillstands müssen knapp 750 Kinder und Jugendliche unseres Vereins reaktiviert und wieder zum Sporttreiben animiert werden. Gleiches gilt auch für die etwa 650 Erwachsenen. Derzeit laufen die monatlichen Kosten wie Mieten, Betriebs-/Neben-, Personalkosten und Versicherungen für unsere Sportinfrastruktur weiter, z. B. Trendsporthalle, Kegelbahn, Ringerhalle, Geschäftsstelle. Darüber hinaus muss unser Verein auch im Sportjahr 2021 die anteiligen Bewirtschaftungskosten für die Sportstätten der Stadt – trotz Stillstands des Trainingsbetriebes – sowie die Abführungen an die Verbände in vollem Umfang bezahlen. Vor allem der Abteilung Floorball, die mit den Damen und Herren in der 1. Bundesliga spielt und darüber hinaus mit 10 Nachwuchsteams im überregionalen Spielbetrieb aktiv ist, fehlt ein Großteil der Einnahmen. Die Heimspiele der Saison 2020/2021 fanden größtenteils ohne Zuschauer statt. Im Vergleich zum Vorjahr fehlen der Abteilung Floorball zirka 20.000 Euro an Einnahmen: Geld, das letztlich für die Nachwuchsarbeit fehlt.

 

Was geschieht nun mit dem eingenommenen Spendengeld? Wie wird es aufgeteilt?

Mario Vordank: Die Einnahmen des Crowdfunding fließen vordergründig in die Nachwuchsarbeit, digitale Sportprojekte sowie Aktionen der Gesundheitsförderung für Groß & Klein. Nach vielen Monaten des Stillstands wollen wir die Kinder und Erwachsenen wieder bewegen – im wahrsten Sinne des Wortes! Die Spendengelder gehen deshalb in die Abteilungen Floorball, Fußball und Boxen. Die Fußball-Abteilung will zum Beispiel 24 Mini-Tore kaufen für „3 gegen 3-Spiele“. So haben die Kinder mehr Ballkontakt und der Spielspaß wird erhöht. Dies ist nötig, um unsere im Winter verlorenen Mitglieder hoffentlich wieder dazu zugewinnen. Im Bereich Boxen werden wir das Geld in das Online-Training investieren. Das erfordert Beamer und Leinwand und weitere Utensilien, so lange, bis Kontaktsportarten wieder erlaubt sind. Beim Floorball soll das Geld ausgleichen, was uns aus Einnahmen aus 20 Heim- und Pokalspielen nun fehlt. Des Weiteren soll in den Nachwuchs investiert werden, hier stehen diverse Trainingsmaterialien und Sportbedarf auf der Wunschliste, um das Nachwuchstraining zu optimieren und für die Kinder und Jugendlichen neue Reize zu setzen. Darüber hinaus gilt es die laufenden Kosten zu decken und finanzielle Ausfälle zu kompensieren, um die Zukunft unseres Vereins, das Sportangebot, die Infrastruktur und das Vereinsleben im Allgemeinen bewahren zu können.

Die jüngste Gewerbeansiedlung unter dem Dach der GWW, das Café Holzwurm, eröffnet am 1. April 2021 am Platz des Friedens 2

 

Die Wernigeröder sind hungrig nach Kaffee und Kuchen auswärts und in Gemeinschaft. Nach fünf Monaten geschlossener Gastronomie kein Wunder. Das merken Katrin und Jens Rippin bereits jetzt beim Einrichten ihres neuen Cafés am Platz des Friedens 2. Passanten grüßen zahlreich durch die vier breiten Schaufenster und gestikulieren große Vorfreude.

 

Hier in der Burgbreite können der ehemalige Tischler und die Gastronomin nun dank der GWW ihr Lebenswerk fortsetzen: das Café Holzwurm. Wie Jens Rippin erzählt, war das Café eine Institution in Drübeck/Ilsenburg und regional sehr bekannt. Kuchenrezepte von Katrin Rippin wurden sogar in den örtlichen Medien gehandelt. Auch bekannte Politiker hatte man zu Gast.

 

Seit 2009 verband der „Holzwurm“ eine alte Tischlerei mit einem urigen Café mit handgearbeitetem Interieur. Das kam gut an bei den Leuten. „Wir waren oft ausgebucht. Doch unsere Straße wurde in den Jahren immer lauter zur Terrasse, es gab zunehmend Parkplatzsorgen, und nach Vermieter-Problemen beschlossen wir, uns zu verändern. Also suchten wir eine neue Location, und es war wie ein Wunder,“ erinnert sich Jens Rippin. „Eines Morgens schaute ich um 8 Uhr ins Internet, traute meinen Augen kaum, rief dann sofort an, verabredete mich um 10 Uhr schon mit der GWW im Objekt, und um 11 Uhr waren wir per Handschlag die neuen Betreiber der GWW-Gewerberäume am Platz des Friedens 2.“ Die GWW sei für sie von Anfang an ein idealer Partner gewesen und immer zur Stelle, wenn sie Rat, Hilfe und Unterstützung brauchten, schwärmt der Geschäftsmann. Auch Ämter in Wernigerode hätten sie immer mit offenen Armen empfangen.

 

Über 30 Plätze sind an den handgeschreinerten Holztischen im Inneren des Cafés zu finden. Angeboten werden selbst gebackene Torten und Kuchen in einem Ambiente mit alten Tischler-Utensilien wie einer Hobelbank und Sonnenblumenfeldern und Kräuterwiesen an den Wänden.

 

Am alten Standort in Drübeck waren Katrin Rippins fruchtige Quarksahne- und Buttercremetorten die Renner. Neben einer Karte mit Snacks gehören sie wieder zu den 30 Torten-und Kuchenspezialitäten, zu Preisen von 3,00 bis 3,80 Euro pro Stück, die die Gastronomin im wechselnden Programm im Holzwurm-Café anbietet. Coronabedingt starten die Betreiber nach der offiziellen Eröffnung am 1. April nun erstmal mit Außer-Haus-Verkauf.

 

„Das Café Holzwurm ist die jüngste Gewerbeansiedlung unter dem Dach der GWW“, freut sich der GWW-Geschäftsführer. Über 80.000 Euro investierten wir in den Umbau der Gewerberäume am Platz des Friedens 2. Eine neue Eingangssituation, neue Toiletten- und Umkleideräume sowie die Aufteilung in vier Gastro-Räume haben wir für die neuen Café-Betreiber umgesetzt, damit sie hier nun erfolgreich loslegen können. Ein Café am Standort ist sehr willkommen und wird sicher von allen Bewohnern und den Senioren in der Nähe gut angenommen, so die Einschätzung des GWW-Geschäftsführers. „Wir wünschen den Gastronomen viel Fortune“.

 

Neben dem neuen Café im Stadtteil Burgbreite verwaltet die GWW gegenwärtig weitere 32 Gewerbeeinheiten, darunter das Wernigeröder Kino Volkslichtspiele, der Fürstliche Marstall, das Krummelsche Haus und das Ärztehaus am Platz des Friedens.

 

Hier sind einige Eindrücke des Cafés „Zum Holzwurm“:

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Aller guten Dinge sind drei? Hoffentlich. Nachdem Wernigerodes Stadtrat zum dritten Mal für den Neubau der Francke Grundschule gestimmt hat, sollen nun wirklich Nägel mit Köpfen gemacht werden.

 

Nun kann es endlich losgehen. Der Stadtrat hat am Donnerstag grünes Licht für den Neubau der Francke-Grundschule in Hasserode gegeben. Moment–hatten wir das nicht schon mal? Richtig. Es ist jetzt bereits der dritte Beschluss, der für das geplante 12,5-Millionen-Euro-Projekt gefasst wurde. Was ist da los?

 

Schon vor gut einem Jahr hieß es, die Weichen sind gestellt. Damals einigten sich die Stadträte darauf, die Schule neuzubauen und die alte abzureißen. Die Möglichkeit einer Sanierung wurde verworfen. Außerdem wurde der Verkauf von Schulgebäude und Grundstück an die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft (GWW) beschlossen. Das städtische Tochterunternehmen sollte die Schule bauen. Die Stadt müsse so die Millionen Investition nicht selber stemmen und würde sich nach Fertigstellung in die neue Schule einmieten, so die Überlegung. Im Februar dann die Rolle rückwärts. Der Verkauf an die GWW war plötzlich passé. Es sei für alle Beteiligten finanziell vorteilhafter, wenn die Stadt die Schule behält und die GWW mit dem Neubau beauftragt, hieß es aus dem Rathaus. Das Wohnungsbauunternehmen würde den Bau mit Hilfe eines Kredites finanzieren. Die Stadt würde die Baukosten ihrerseits durch jährliche Zahlungen von etwa einer halben Million Euro an die GWW über 30 Jahre abstottern. Der Stadtrat segnete den Plan ab.

 

Aber auch das sollte es noch nicht gewesen sein. Nach dem Beschluss stellte sich nämlich die Kommunalaufsicht des Landkreises quer. Die Zahlen zu den Kosten und zur Finanzierung im Beschluss seien zu unkonkret gewesen. Außerdem habe eine Gegenüberstellung der Varianten Neubau und Sanierung gefehlt, erläuterte Dezernent Rüdiger Dorff bereits am Montag in der Sitzung des Kulturausschusses. „Es tut mir leid, dass wir uns ein drittes Mal mit dem Thema beschäftigen müssen“, so Dorff an die Stadträte gewandt. „Wir legen Ihnen jetzt alles auf den Tisch, damit Sie entscheiden können.“ Und noch eine weitere Hürde galt es zu überwinden – eine sogenannte Forfaitierungsvereinbarung. Was sich dahinter verbirgt? Die Stadt bürgt für die GWW, falls diese im Falle einer Insolvenz nicht mehr zahlungsfähig wäre, erläuterte Dorff. Auch dafür müsse der Stadtrat seinen Segen geben.

 

Und noch eine weitere Kröte hatten die Kommunalpolitiker vor ihrer Entscheidung zu schlucken. Plötzlich war von Gesamtkosten von 15,1 Millionen Euro die Rede. Dabei handelt es allerdings nicht um eine Steigerung der Baukosten, wie GWW-Chef Christian Zeigermann nach der Sitzung gegenüber der Volksstimme klarstellte. Es seien lediglich die Zinsen der Kreditfinanzierung draufgeschlagen worden – Kosten, die ohnehin noch auf die GWW und damit auch auf die Stadt zugekommen wären. An der Bau- und Planungssumme von 12,5 Millionen Euro ändere sich nichts. „Mit dem Beschluss in der Tasche können wir endlich richtig loslegen“, so Zeigermann. Die Baugenehmigung liege seit einigen Wochen vor. „Der Generalunternehmer steht in den Startlöchern.“ Vorausgesetzt die Kommunalaufsicht gibt diesmal ihr Okay, soll bereits im April mit den Arbeiten auf dem Schulgelände begonnen werden.
Und das ist geplant: ein dreigeschossiges Haupthaus mit einem flachen Anbau, mit Gründach, Lernterrasse, einer Aula als Zentrum der Schule, dazu zehn Klassenräume und sechs Fachkabinette. Allein für den Hort stehen 3800 Quadratmeter zur Verfügung. Die Fachkabinette werden in der ersten Etage untergebracht, die Klassenräume mit mobilen Wänden in der zweiten Etage. Verglaste Laubengänge, die rund um die beiden Obergeschosse führen, sollen Schatten spenden und gleichzeitig als Fluchtweg dienen. Entstehen soll der Neubau dort, wo sich im Moment noch der Sportplatz der Schule befindet. Ziel ist es, die Arbeiten Mitte 2022 abzuschließen. „Die Kinder würden sich freuen, wenn sie im nächsten Herbst dort einziehen können“, so Rüdiger Dorff.

 

Quelle: Harzer Volksstimme vom 27.03.2021

Was die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft zu ihrem Jubiläum plant

 

Die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH (GWW) besteht heute seit 30 Jahren. Für das Jubiläumsjahr kündigt das kommunale Unternehmen zahlreiche – coronakonforme–Aktivitäten an.

 

Die erste frei gewählte Volkskammer der DDR verabschiedete am 17. Mai 1990 die Kommunalverfassung. Landkreise, Städte und Gemeinden wurden darin angehalten, kommunale Unternehmen – etwa für Wasserversorgung, Wohnungswesen, Energieversorgung – als Eigenbetriebe zu gründen. Die Wernigeröder Stadtverordnetenversammlung beschloss am 1. Juli 1990, den damaligen VEB Gebäudewirtschaft in mehrere selbstständige Gesellschaften aufzuspalten. Damit entstanden die Stadtwerke Wernigerode/Harz und die Wernigeröder Wohnungsbaugesellschaft mbH i. G. Am 11. März 1991 wurde die GWW Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH offiziell eingetragen. Das Tochterunternehmen der Stadt war noch in der Schmatzfelder Straße ansässig, heißt es in einer Pressemitteilung im Auftrag des Unternehmens.

„Als kommunale Tochter sind wir für Bau, Unterhaltung und Vermietung von Wohnungen für die breite Bevölkerung Wernigerodes zuständig. Die reicht vom Hartz-IV-Mieter bis zum Professor. In Zukunft wird es darum gehen, durch Neubau und Sanierung noch hochwertigeren Wohnraum zu schaffen. Ziel bleibt aber immer, einen sogenannten ,bunten Strauß’ an Wohnungen anzubieten für Menschen jeden Einkommens“, wird Geschäftsführer Christian Zeigermann in der Mitteilung zitiert.

 

„Aus der Gründung wurde eine Erfolgsgeschichte.“ So beglückwünscht Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos) das Wohnungsunternehmen in einem Statement für die GWW-30-Chronik. „Nach 30 Jahren schauen wir zurück auf eine Zeit, in der sich in Wernigerode vieles getan hat.“ Die Stadt habe sich nach der Wende neu erfunden, Bauprojekte wurden umgesetzt, Wernigerode sei Anziehungspunkt für viele Menschen – als Reiseziel, aber auch als Lebensmittelpunkt und Wohnort.

 

„Als einer der größten Vermieter der Stadt Wernigerode ist die GWW mittlerweile seit 30 Jahren ein wichtiger Partner für modernen Wohnraum und innovative Projekte rund um die Stadtentwicklung“, hebt Thomas Balcerowski (CDU), Landrat des Landkreises Harz, hervor. Kommunale Wohnungsgesellschaften agierten dabei stets im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit und sozialer Verantwortung. Die GWW sei ein deutliches Beispiel dafür, dass sich nach inzwischen drei erfolgreichen Jahrzehnten beides nicht ausschließen müsse.

„Das Jubiläumsjahr 2021 wird für uns das Aktionsjahr an sich“, kündigt GWW-Geschäftsführer Zeigermann an. In der Vergangenheit habe die GWW an ihrer Neuordnung gearbeitet und in die nahe Zukunft geplant. 2021 solle die Umsetzung der Planungen und Strategien beginnen, so Zeigermann. „Zur Umsetzung unserer Planungen gehören auch Aktionen und Feierlichkeiten zu unserem 30. Geburtstag. Dabei wollen wir ganz Wernigerode, alle Mieterinnen und Mieter und Bewohner, mit einbeziehen.“

 

Beginnen wird die GWW mit einem Mieter-Fotowettbewerb „Mein Erinnerungsfoto zum 30.“. „Unsere Social-Media-Kanäle sollen 2021 von Erinnerungsfotos an 30 Jahre Unternehmensgeschichte leben“, wünscht sich der Geschäftsführer. Prämiert werden am Ende des Jahres zusammen mit einer Mieterjury die originellsten Motive. Christian Zeigermann ruft alle Wernigeröder auf, durch zahlreiche Einsendungen so ein buntes Wohn- und Lebens-Mosaik aus 30 Jahren entstehen zu lassen.

Fotos für den Fotowettbewerb zum 30-jährigen Bestehen können wahlweise per Post an die GWW mbH, Platz des Friedens 6, 38855 Wernigerode, Stichwort GWW-30-Jahre-Foto, oder per E-Mail an tomy.girrbach@gwwwr.de gesandt werden. Weitere Infos online unter www.gww-wr.de

 

 

Quelle: Harzer Volkstimme vom 11. März 2021

Lichtblick für Carly

 

Wie Wernigeröder die Familie des kranken Mädchens finanziell unterstützen

 

„Es war wie in einem schlechten Film“, erinnert sich Phillip Schrade, der Vater von Carly. Die Zweijährige aus Benzingerode bekam im Oktober 2020 die Diagnose Krebs. Seitdem steht das Leben der Familie Kopf. Um ihr in dieser schweren Zeit zumindest die finanziellen Sorgen etwas zu lindern, wurden nun im Innenhof der Stadtwerke Wernigerode an Familie Schrade Spenden übergeben.

 

Ein bösartiger Tumor verdrehte Carlys Welt. Kurz nach ihrem zweiten Geburtstag wurde der Nierentumor bei der kleinen Harzerin diagnostiziert, es folgten Chemobehandlungen und die Entfernung einer Niere. Auch der Tumor konnte operativ entfernt werden. Seit dieser Operation im November müsse Carly alle drei Wochen in die Kinderklinik nach Halle. Dort bekomme sie eine Chemotherapie, erklärt ihre Kinderärztin Dr. Nicolle Schuchardt. Außerdem stehe jede Woche ein Kontrollbesuch in der Klinik an.

 

Die traurige Diagnose des Mädchens bewegt auch Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos). Es sei ihm eine Herzensangelegenheit gewesen, Sponsoren für Carly zu aktivieren, so seine Büroleiterin Kristin Dormann. Da es der Stadtverwaltung selbst nicht möglich sei, zu spenden, wandte Das Schicksal der kleinen Carly aus Benzingerode bewegt die Stadt Wernigerode. Oberbürgermeister Peter Gaffert suchte nach Möglichkeiten, ihrer Familie zu helfen. sich Gaffert an die Tochterunternehmen Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft und die Stadtwerke Wernigerode. Gaffert befand sich am Mittwoch im Krankenstand – er bedauere es sehr, an der Spendenübergabe nicht teilnehmen zu können, so Dormann weiter.

Um Carly zu helfen, fand am 3. Januar dieses Jahres kurz vor der Kita-Wiedereröffnung am Folgetag in der Fieberambulanz eine Corona-Testaktion für Erzieher statt. Carlys Kinderärztin Nicolle Schuchardt sowie Dr. Daniela Grüning, Dr. Julia Schein und Mandy Gaßmann verzichteten dabei auf ihr Honorar und spendeten es an Carly und ihre Familie. Auch für die Stadtwerke sei es selbstverständlich gewesen, der Familie finanzielle Unterstützung beizusteuern, so Steffen Meinecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Wernigerode GmbH. Auch Christian Zeigermann, Geschäftsleiter der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft mbH (GWW), zeigt sich von Carlys Schicksal schwer betroffen. Ihm fehlten die Worte angesichts dieses Schicksalsschlages, so Zeigermann. Er sei sehr froh, im Namen der GWW etwas zurückgeben zu können. Auch Steffen Meinecke zeigte sich von Carlys Geschichte bewegt. Er habe schnellstmöglich helfen wollen. „Es stand nicht die Frage im Raum, ob wir helfen könnten, sondern wie und wie schnell.“ Er hoffe, dass alles gut werden wird. So spendeten die GWW 1000 Euro und die Stadtwerke 500 Euro. Kristin Dormann überreichte im Namen der Stadtverwaltung Blumensträuße an Mandy Gaßmann, Nicolle Schuchardt, Daniela Grüning und Julia Schein als Dank für ihren Einsatz am 3. Januar.

 

Phillip Schrade bedankte sich auch im Namen seiner Frau Isabel für alle Spenden, die lieben Worte und Herzlichkeit in einer Zeit, in der man eher weniger miteinander zu tun habe. Die Familie habe außerdem viele Karten und Genesungswünsche bekommen, berichtete er gerührt. Er habe sich dazu entschlossen, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern eine positive Einstellung zu behalten, sagte Phillip Schrade.Carly habe gute Heilungschancen, informierte Nicolle Schuchardt. So würden 90 Prozent der erkrankten Kinder wieder gesund werden. Auch an sie richtete Schrade einen Dank. Die Ärztin habe richtig gehandelt und die Erkrankung des Mädchens somit frühzeitig erkannt. Carly sei ein aufgewecktes Mädchen und sehr lebensfroh, erzählt der Vater sichtlich stolz. „Wir hoffen, dass sie im Sommer wieder vollständig gesund ist“, so Kinderärztin Schuchardt.

Quelle: Harzer Volksstimme vom 5. März 2021 Foto und Text von Luisa Rühle

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