Um das Unternehmen jünger wirken zu lassen

Neues Logo und neuer Internetauftritt

Man muss schon genau hinsehen, um ein G und zwei Ws im neuen Logo der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft (GWW) zu erkennen. „Wir wollen damit unser Gesicht verändern“, begründet GWW-Chef Christian Zeigermann. Fast 30 Jahre nach seiner Gründung gehe das städtische Wohnungsunternehmen den Weg von Investition und Modernisierung. Auch im Unternehmen selbst habe es in den letzten Monaten einige Veränderungen gegeben. „Wir haben uns als neues Team organisiert und in einem Workshop geschult.“ Einige neue Mitarbeiter seien eingestellt worden. Bei der Arbeit setzt der neue GWW-Chef auf flache Hierarchien. „Wichtig ist es, die Leute mitzunehmen. Das ist meine Philosophie.“ Bei all den Veränderungen war es seiner Ansicht nach Zeit für ein moderneres Logo. Das orangefarbene W stehe für Wernigerode. „Wir wollen zeigen, dass wir ein Unternehmen der Stadt sind“, so Zeigermann. „Die Buchstaben sind vielleicht nicht gleich lesbar. Aber das sollen sie auch gar nicht.“ Das Logo sei vielmehr als Symbol oder Schmuckelement zu verstehen. „Wir wollen damit erkennbar sein.“ Deshalb soll das beleuchtete Logo künftig an den Wohnblöcken der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft angebracht werden. Auf dem Dach oder an der Fassade der GWW-Zentrale am Platz des Friedens soll das neue Logo ebenfalls zu sehen sein. Und es gibt noch eine weitere Neuerung. „Mitte Juli wird unser neuer Internetauftritt frei geschaltet“, kündigt Christian Zeigermann an – inklusive Instagram- und Facebook-Profi l. „Ein junger Mitarbeiter wird diese Plattformen bestücken.“ Ziel des neuen Auftritts: „Wir wollen als Unternehmen jünger werden.“

 

Quelle: Harzer Volksstimme vom 20.07.2020

Modernisierungen im Wohngebiet Stadtfeld

Pudelmütze für marode Platte

An Baumaschinen werden sich die Bewohner von Stadtfeld, Harzblick und Burgbreite in nächster Zeit gewöhnen müssen. „Wir werden stärker und intensiver in unsere Bestände investieren“, sagt Christian Zeigermann, seit gut einem halben Jahr Chef der städtischen Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft (GWW). Die Wohnblöcke in den drei großen Plattenbaugebieten seien in die Jahre gekommen. Deshalb sollen die Bestände der GWW nun Block für Block saniert werden. Vor allem die Dämmung der Bauten aus den 1970er und 1980er Jahren lässt zu wünschen übrig. „Zwar hat auch die DDR-Platte ein bisschen Dämmung gehabt. Aber die reicht für die klimatischen Veränderungen längst nicht mehr aus.“ Die energetische Optimierung der Gebäude sei daher wichtig, sagt Zeigermann – „auch, um für unsere Mieter die Nebenkosten zu senken“. Dach und Fassaden würden künftig mit einer Art „Pudelmütze eingepackt“ werden, die im Winter vor Kälte und im Sommer vor Hitze schützt. Bestandteil der Sanierung sind außerdem verglaste Balkone mit Blumenkästen, neue Türen und eine völlig neue Fassadengestaltung. „Der Betrachter soll später erkennen, dass es sich um einen GWW-Block handelt“, kündigt Zeigermann an. „Wir wollen Identität schaffen, gleichzeitig soll jeder Block etwas Individuelles haben.“ Los geht es in der Dr.-Jacobs-Straße 6 bis 8 im Stadtfeld – und das bereits in diesem Monat. Mit dem Abschluss der Arbeiten werde im Herbst gerechnet. Pro Block hat der GWW-Chef 600 000 Euro einkalkuliert. „Unser Ziel ist es, den Sanierungsstand der GWW deutlich zu erhöhen – bis wir irgendwann 100 Prozent geschafft haben. Und dann fangen wir von vorne an.“ „Ein Abriss würde noch größere Leerräume schaffen.“ Etwas ganz anderes hat die GWW mit dem Walther-Grosse-Ring 22 bis 25 vor – in unmittelbarer Nachbarschaft zu den sanierten Wellenhäusern. Bis vor kurzem noch war geplant, den leerstehenden Block mit den 56 Wohnungen abzureißen. Nach einer Besichtigung des Gebäudes habe Zeigermann aber die Pläne seiner Vorgängerin Kirsten Fichtner über den Haufen geworden. „Ein Abriss wäre nicht zielführend, er würde das Quartier städtebaulich nicht verbessern, sondern noch größere Leerräume schaff en“, begründet der GWW-Chef den Richtungswechsel. „Und das entspricht nicht meiner Philosophie.“ Dazu komme, dass es in Wernigerode einen großen Bedarf an Wohnungen gebe. Deshalb soll der Fünfgeschosser saniert werden – und zwar nicht nur energetisch, sondern komplett. Damit die oberen Etagen künftig auch für ältere Mieter gut erreichbar sind, sollen von außen Aufzüge an das Gebäude gebaut werden. Um Wohnraum für Senioren und Familien zu schaffen, könnte zudem der Schnitt der Wohnungen verändert werden. Im Moment gibt es in dem Block 16 Ein-Raum-, 16 Zwei-Raum- und 24 Drei-Raum-Wohnungen. „Wir überlegen, ob wir einige Vier-Raum- und Zwei-Raum-Wohnungen anlegen, um der Nachfrage nachzukommen.“ Der Aufsichtsrat hat bereits grünes Licht für das Vier-Millionen-Euro-Projekt gegeben. „Im nächsten Schritt bereiten wir den Bauantrag vor, hoffen, dass bis Jahresende die Baugenehmigung vorliegt“, informiert Zeigermann. Wenn alles nach Plan laufe, könnten die Arbeiten im März starten. Der GWW-Chef rechnet mit etwa einem Jahr Bauzeit. Wohnung, die fertig gestellt sind, gehen sofort in die Vermietung. Ziel sei es außerdem, etwa drei bis vier Monate nach dem Baustart eine Musterwohnung zu haben, die Interessierte dann besichtigen können. „Wir wollen, dass da was passiert. Die Höfe müssen wieder leben.“ Aber nicht nur an die Gebäude will der GWW-Chef ran. Auch die Grünflächen und die Höfe in allen drei Wohngebieten bedürfen einer Generalüberholung. „Die riesigen Rasenfläche sind öde und monoton, die Innenhöfe durch ihre Dimensionen anonym“, hat Christian Zeigermann festgestellt. Deshalb will die GWW zusammen mit einem Landschaftsarchitekten einen Masterplan für Stadtfeld, Harzblick und Burgbreite entwickeln. Die Mieter werden ebenfalls beteiligt. Die Höfe sollen ein Thema bekommen, sollen vielfältiger werden. „Nur einen Garten – das will doch keiner.“ Vielleicht aber Gemeinschaftsmietergärten mit fachlicher Begleitung, schwebt Zeigermann vor. „Wir wollen, dass da was passiert. Die Höfe müssen wieder leben.“

 

Quelle: Harzer Volksstimme vom 20.07.2020
Bild: Yvonne Sielaff

Pläne für neue Grundschule in Wernigerode

Sie wird nicht wieder zu erkennen sein – die Wernigeröder Francke-Grundschule. Knapp elf Millionen Euro will die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft (GWW) in den Neubau investieren. Und die ersten Entwürfe, die GWW-Chef Christian Zeigermann vorlegt, machen neugierig. Ein Gründach, eine Lernterrasse mit Namen „Brockenblick“, eine Aula als Zentrum der Schule, dazu zehn Klassenräume und sechs Fachkabinette. Und wenn alles nach Plan läuft, soll der Unterricht nach den Sommerferien 2022 im neuen Schulgebäude anlaufen.

Gute Aussichten für die Mädchen und Jungen sowie die Mitarbeiter der Franckeschule. Denn am alten Schulhaus nagt der Zahn der Zeit. Das Gebäude wurde 1978 als Polytechnische Oberschule vom Typ „Erfurt“ erbaut. Fenster und Dämmung sind verschlissen. Der Speiseraum ist zu klein. Es mangelt an Barrierefreiheit und an Schallschutz. Und auch von außen bietet die Grundschule keinen schönen Anblick. Deshalb gibt es schon lange Bemühungen, das Haus zu modernisieren. Diese sind in der Vergangenheit aber alle im Sande verlaufen.

Fahrt aufgenommen haben die Planungen wieder, als die Idee aufkam, Schule und Grundstück an die GWW zu verkaufen. Als Bauherr könnte das städtische Unternehmen die Schule sanieren beziehungsweise neu bauen lassen und später an die Stadt vermieten, so die Überlegungen im Wernigeröder Rathaus. Im Februar 2020 gaben die Stadträte grünes Licht für den Verkauf und Neubau. Das Thema Sanierung war inzwischen verworfen worden.

 

Quelle: Harzer Volksstimme vom 11.07.2020
Visualisierung: snp Architekten und Ingenieure GmbH

GWW ab Juli 2020 – moderner, service- und kundenorientierter

Neuer Internetauftritt unterstreicht Neuausrichtung

Wernigerode. Moderner, service- und kundenorientierter präsentiert sich die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH ihren Kunden, Partnern und der Öffentlichkeit ab Mitte Juli 2020. Das neue GWW-Logo in vitalem Grau-Orange wird den Weg der städtischen Tochter fortan begleiten.

 

„Wir haben das letzte halbe Jahr für eine gründliche Bestandsaufnahme genutzt und uns innen und außen neu aufgestellt. Jetzt gehen wir mit voller Kraft voran und machen die Veränderungen auch für die Öffentlichkeit Stück für Stück sichtbar“, erläutert GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann, seit Januar 2020 im Amt.

 

„So wie unser Logo im ersten Praxisurteil bei den Wernigerodern abgeschnitten hat, so wollen wir uns zukünftig unseren Mieterinnen, Mietern und der Öffentlichkeit präsentieren – als Unternehmen der Stadt mit ,moderner, zukunftweisender Ausstrahlung‘, das für ,Ordnung, Bewegung, aber auch soziale Balance‘ steht“, hebt Christian Zeigermann hervor.

 

„Als kommunale Tochter sind wir für Vermietung, Unterhaltung und Bau von Wohnungen für die breite Bevölkerung Wernigerodes zuständig. Im Moment ist unser Portfolio noch etwas einseitig. In Zukunft wird es darum gehen, durch Neubau und Sanierung hochwertigeren Wohnraum zu schaffen.“

 

Ziel bleibe aber immer, einen sogenannten „bunten Strauß“ an Wohnungen anzubieten für Menschen jeden Einkommens. Das sei die Aufgabe als Tochter der Stadt. Die GWW wolle sie mit hoher Servicequalität für die Mieterinnen und Mieter verbinden, so der Geschäftsführer.

 

Christian Zeigermann betont weiter: „Um unseren neuen Ansatz an die Zielgruppen zu bringen, wollen wir in Zukunft mehr und stärker kommunizieren und uns als starke Marke der Stadt für Wohnungen etablieren.“ Hier verweist der Geschäftsführer auf den neuen Internetauftritt, der am 16. Juli ans Netz ging. In ihm werde für den Nutzer die Service-Orientiertheit der GWW sichtbar – vom neuen Hausmeister- bis zum Umzugs- und Havarie-Service.

Neues GWW-Logo

Eine starke Marke der Stadt Wernigerode prägen
Ab Juli wird es der Öffentlichkeit vorgestellt

Die GWW will sich in Wernigerode mehr als je zuvor zu einer der großen starken Marken entwickeln. Dazu gehört auch ein wiedererkennbares starkes Markenzeichen, das das neue moderne, serviceorientierte GWW-Konzept vertritt. In einem über vierwöchigen Prozess mit der GWW-Führungsriege, u. a. per Videokonferenzen, wurden Grafik-Vorschläge angenommen, diskutiert, wieder verworfen und weiterentwickelt. Am Ende des Prozesses kristallisierte sich ein Logo heraus, das alle gewollten Eigenschaften erfüllte. (Einige Logobeispiele)

Kriterien für die GWW-Logo-Auswahl

  • Klare Linie, hohe Eigenständigkeit und hohe Wiedererkennbarkeit
  • Logo soll lebendig sein und die Vielgestalt der GWW-Aufgaben repräsentieren
  • Es muss in Schwarz/Weiß und Farbe funktionieren
  • Es soll einprägsam sein und sympathisch auf die Mieter, Kunden und Partner wirken
  • Es soll sich abheben von den üblichen Logos in Stadt und Region.

Dieses Logo wurde dem sogenannten „Hausfrauen-Test“ unterzogen. Befragt wurden ein Student, eine Hausfrau, ein Handwerker, ein Abgeordneter, eine Lehrerin und ein Journalist. Alle stimmten dem Logo zu. Ab Juli wollen wir es der Stadtöffentlichkeit und unseren Mietern und Kunden vorstellen.

Aussagen zu neuem Logo im „Hausfrauentest“:

» Logo ist interessant, hat mit Bauen und Stadt zu tun

» einzigartig und angenehm in den Farben

» hebt sich deutlich ab von anderen Logos in der Stadt und der Mitbewerber

» hat moderne zukunftsweisende Ausstrahlung

» steht für Ordnung, Bewegung und Balance.

Neuer GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann im Interview

In 100 Tagen Weichen für die Zukunft gestellt

Herr Zeigermann, als Geschäftsführer der GWW sind Sie jetzt 100 Tage im Amt. Wie fällt die erste Bilanz aus?

Ich denke, dass ich nach den ersten 100 Tagen auch mit etwas Stolz sagen kann, dass wir in dieser Zeit bereits die Weichen für die Zukunft gestellt haben. Und unter Zukunft verstehe ich, dass sich die GWW zu einem aktiven, kundenfreundlichen Dienstleistungsunternehmen für die Stadt und unsere Mieterinnen und Mieter entwickelt. Alles begann gleich im Januar mit einer Analyse. Täglich bin ich mit Mitgliedern meines Teams in unsere Objekte gefahren und habe mir den Bestand angeschaut. Daraus haben wir gemeinsam Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit entwickelt.

Sie waren kaum im Amt, da hat Corona unser Leben lahmgelegt.

Ja, aber zum Glück waren wir da schon in der Etablierungs- phase. Wir hatten bereits unseren Organisations- und Team- bildungs-Workshop hinter uns. Das war wichtig. Denn da- nach hatten wir mehr Klarheit, wie wir unsere Organisation aufstellen. Man kann sagen, während alle wegen Corona alles runtergefahren haben, haben wir alles hochgefahren. Natürlich unter Einhaltung alle Quarantäne-Regeln. So wurde plötzlich die Videokonferenz zum täglichen Werkzeug unserer Arbeit. Für die Kunden waren wir fortan digital erreichbar. Und auch Bewerbungsgespräche haben wir erfolgreich geführt, wie man nun an unseren neuen Hausmeistern und unserer Empfangs- mitarbeiterin sehen kann.

Inzwischen gehen wir wieder von digital auf real. Aber vieles Digitale wird bleiben, weil es sich als praktisch erwies.

Für die Neuausrichtung der GWW fielen auch personelle Entscheidungen.

Ja, besonders im Ergebnis unseres Organisations- und Teambildungs-Workshops. Ich glaube, dass wir auf dem Weg zum besten Team sind. Und bei einem Wohnungsunternehmen ist die Vermietung natürlich die zentralste Stelle. Hier haben wir gesucht und mit Kristin Grunewald nach einer internen Ausschreibung eine Teamleiterin gefunden. Getreu dem neuen Unternehmensmotto: Verantwortung übertragen und Vertrauen schaffen.

Aber wir wollen nicht nur besten Service im Kundenzentrum, sondern auch besten Service vor Ort. Deshalb haben wir entsprechend unserer ca. 3.000 Wohnungen und zweier Vermietungsteams aus über 50 Bewerbungen zum 1. Juni zwei Hausmeister eingestellt. Zwei erfahrene Handwerker, von Hause aus Tischler und Maler und Allrounder.

All das wird die Mieterzufriedenheit erhöhen helfen. Es spart uns Zeit und eine Menge Geld und macht die Teams hand- lungsfähiger bei Mieteranliegen. Und mit der ehemaligen Reisekauffrau Denise Fricke haben wir am Empfang nun die freundlichste und kundenaffinste Präsentatorin für die neue GWW gefunden. Insgesamt sind wir jetzt das jüngste und frischeste Team, das die GWW je hatte.

Welche Projekte stehen denn 2020 an?

Schon vor Corona war für mich klar, 2020 wird das Jahr der Planung für uns. Das Jahr 2021 – das Jahr der Ausführung. Das bestätigt sich jetzt umso mehr.

Eine der größten Herausforderungen für 2020 haben wir aber mit Bravour bewältigt. Ich war kaum sechs Wochen im Amt, da stand die Entscheidung des Stadtrates über die Fran- cke-Grundschule an. Ich freue mich, dass wir die Stadträte nun mit einem neuen Konzept und Finanzplan davon überzeugen konnten, einem Neubau der Schule auf dem Sportplatz zu- zustimmen und wir damit in dieser Sache Planungssicherheit geschaffen haben. Gerade wird die Frage geklärt, ob ein B-Plan notwendig sei. Wenn ja, verzögert das unseren Bau um ein Jahr. Die Grundschule kann also entweder im August 2022 oder im August 2023 fertig werden. Ich glaube, nicht nur wir freuen uns auf die Realisierung.

Auch für Weiteres haben wir 2020 die Weichen gestellt. Das betrifft zum Beispiel die Sanierung des Leerstands. Ein Großteil davon ist baulich bedingt. Bäder aus den 1970er-Jahren, alte Fußböden und alte Heizungssysteme eine Grundsanierung ist überfällig. Wir arbeiten dazu mit einem Generalunternehmer, der 65 Wohnungen auf einen Schlag sanieren kann. Bau-Profi-Trupps aus Sachsen-Anhalt, die auf Sanierung spezialisiert sind, treten dafür an – fachlich kompetent und preislich optimiert. Das ist die Zukunft der GWW-Sanierung. 30 Wohnungen stehen auf dem Plan für 2020.

Zudem haben wir grundsätzliche Überlegungen angestellt zu Wohnungen mit Sozialmieten. Und sind zu dem Entschluss gekommen, dass auch deren Mieter zukünftig von Energieein- sparungen durch energetische Sanierung und städtebaulichen Verschönerungen im Quartier profitieren sollen. So haben wir ein Gesamtprogramm für energetische Sanierung vorbereitet. Es ist Bestandteil unserer geplanten Mittelfriststrategie (für fünf Jahre) im Investitionsbereich.

Jedes Jahr wollen wir ein bis zwei Blöcke à 50 Wohnungen sanieren.

Eine Vollsanierung steht im Walther-Grosse-Ring 20-26 an. Eigentlich für den Abriss bestimmt, hat der Aufsichtsrat unserer Haltung zugestimmt, den Block 2021 vollständig zu sanieren und mit Aufzügen altersgerecht auszustatten.

Einen Abriss planen wir im Veckenstädter Weg – ein Siedlungs- block aus den 1940er-Jahren. Die letzten zwei Mieter werden ausziehen, und ab Januar 2021 wird der Rückbau vollzogen. Die entstehende Freifläche sehen wir als Vorratsfläche für einen Neubau vor. In eine Effizienzprüfung haben wir das geplante Null-Energie-Haus geschickt. Es soll im Pappelweg mit 15 Wohn- einheiten entstehen. Wenn positiv beschieden, geht es 2022 in die Umsetzung.

Wie würden Sie das neue Profil der GWW beschreiben? Was soll die GWW aus Ihrer Sicht für die Stadt, die Mieterin- nen und Mieter und Kunden sein und werden?

Als kommunale Tochter sind wir für Bau, Unterhaltung und Vermietung von Wohnungen für die breite Bevölkerung Wernigerodes zuständig. Die reicht vom ALG II-Empfänger bis zum Professor. Im Moment ist unser Portfolio noch etwas einseitig. In Zukunft wird es darum gehen, durch Neubau und Sanierung hochwertigeren Wohnraum zu schaffen. Ziel bleibt aber immer, einen sogenannten „bunten Strauß“ an Wohnungen anzubieten für Menschen jeden Einkommens. Das ist unsere Aufgabe als Tochter der Stadt. Wir möchten sie mit hoher Servicequalität für unsere Mieterinnen und Mieter verbinden.

Um unseren neuen Ansatz an die Zielgruppen zu bringen, wollen wir in Zukunft mehr und stärker kommunizieren und uns als starke Marke der Stadt für Wohnungen etablieren. Auf Basis von Fünf-Jahres-Plänen wollen wir unseren Wohnungsbestand attraktiver machen und mit Neubau Interesse für neue GWW-Wohnungen schaffen. Zudem verstehen wir uns als Dienstleister für unsere Mieterinnen und Mieter – von jun- gen Familien bis Senioren. Deshalb wollen wir in diesem Jahr auch eine Mieterbefragung starten, um zu sehen, wie zufrieden die GWW-Mieter mit uns sind. Zu fragen, was sich verändern muss und welchen Service sie von uns erwarten. Die Mieterbefragung ist auch Basis dafür, dass wir später vergleichen können: Wie gut oder schlecht kommen unsere neuen Angebote an? Wir wollen uns an dem Besten ausrichten.

Auch als Sponsor möchten wir in Wernigerode neue Akzente setzen. Planung soll auch unser zukünftiges Sponsoring beherrschen. Im Mittelpunkt sollen dabei Win-Win-Situationen stehen. So wie unser Sponsoring-Partner, das Philharmonische Kammerorchester, in der Coronakrise zu einem kostenlosen Konzert für die Senioren bereit war, so sind wir weiter bereit, unseren Teil zur Erhaltung der Institution beizutragen. Das

„Geben und Nehmen“ zum Vorteil unserer Mieter sehe ich auch als Ansatz für alle anderen GWW-Sponsorings in der Zukunft.

100 Tage im Amt als GWW-Geschäftsführer. Wie sind Sie denn persönlich in der Stadt angekommen?

Vom Fachwerkhaus bis zur Platte – ich denke, ich habe alles in Wernigerode gesehen und viele Partner der GWW getroffen, als auch Partner der Stadt, von Stadtwerken und ortsansässiger Bauindustrie bis hin zu Dienstleistern. Ich muss sagen, ich bin begeistert von Wernigerode. Als Stadt am Fuße des Harzes – so modern und faszinierend. 32.000 Einwohner und 1,4 Millionen Touristen – welche Stadt dieses Ausmaßes ist so lokal und zugleich so international? Das gefällt mir. Auch die vielen kleinen Läden und die Gastronomie. Im Berufsleben bin ich hier voll angekommen. Hochwertigkeit, Kleinteiligkeit und Internationalität schätze ich aber auch privat hier. Wernigerode hat mich klar in seinem Bann.

Erster GWW-Mitarbeiter-Workshop zur Teambildung im März setzte viel in Bewegung

Zu einer starken Mannschaft
zusammenwachsen

Die GWW-Belegschaft, neu eingestellte und altgediente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sollten schnell zu einer starken Mannschaft zusammenwachsen. Kick-off dafür bildete ein Unternehmens-Workshop am 10. und 11. März unter dem Motto „Zusammen wachsen – gemeinsam unseren Weg beschreiten“ im Parkhotel Schloss Meisdorf.
Ziele waren, sich besser kennenzulernen und das gemeinsame Verständnis für die weitere Entwicklung der GWW zu stärken. Die Rollen und Aufgaben der Zukunft zu klären und die gegenseitigen Erwartungen der Teams abzugleichen. Die Kommunikation im Unternehmen neu zu regeln und organisatorische Themen zu besprechen. Weiter ging es darum, „Spielregeln“ für das Miteinander
gemeinsam zu erarbeiten und ausgehend von einer Stärken- und Schwächenanalyse des Status quo der GWW Schlussfolgerungen und Aufgaben abzuleiten zur weiteren Profilierung der GWW gegenüber den Mietern
und Partnern in 2020.

Im Urteil des Workshop-Leiters Dr. Karl-Heinz Bittorf fühlten sich die GWW- Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter nie so eingebunden und in ihrer Eigenverantwortung und Selbstständigkeit gefragt, wie in diesen zwei
Tagen. Im Urteil der Mitarbeiter sei mit dem Workshop nachhaltig eine bessere Kommunikationsqualität und ein besseres Miteinander initiiert worden. „Damit haben wir etwas in Bewegung gebracht, das nicht mehr anzuhalten und gute Grundlage für alle weitere Arbeit in diesem Jahr ist“, freut sich der Management-Berater.

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