Richtfest für „Sonnenhaus“ erlaubt Blick in die Zukunft des Bauens in Wernigerode
Erstes GWW-Gebäude mit 100 Prozent nachhaltigem Energie-Konzept nimmt Gestalt an/Musterwohnungseröffnung für Mitte Februar angekündigt/Richtfestgäste würdigen Mut und Einsatz der GWW für nachhaltige Wohnangebote
Mit einem zünftigen Richtfest und dem Richtspruch des obersten Zimmermanns läutete die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, GWW, zusammen mit Vertretern aus Politik und Stadtgesellschaft sowie Projektbeteiligten am 6. Dezember 2023 die Halbzeit des Baus des innovativen Gebäudezuges „Sonnenhaus“ am Wernigeröder Pappelweg ein. Alles läuft dabei nach Plan.
Das Sonnenhaus ist das erste Gebäude der GWW, das ohne knapper und teurer werdendes Gas beheizt werden wird. Hier werden nur nachhaltige Rohstoffe zur Energieerzeugung eingesetzt. Mit der Dreierkombination aus Solarthermie, Photovoltaik und Pellet-Heizung beschreitet die GWW in Zeiten der Klimaerwärmung und der Energiekrise einen neuen Weg, der auch als Blaupause für eigene Bauprojekte und andere Stadtakteure dienen kann.
Uwe Zischkale, Abteilungsleiter für Energie, Nachhaltigkeit und Strukturwandel des Ministeriums für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, würdigte das Projekt zum Richtfest als mustergültig auch für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes.
„Das Erreichen der nationalen und internationalen Klimaschutzziele ist von der Wahl künftiger Energieträger und Energiesysteme abhängig. Sachsen-Anhalt strebt im Kontext mit den Klimaschutzzielen des Bundes bis 2050 eine ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltige Energiewende mit dem Ziel einer 100-prozentigen Energieversorgung aus erneuerbaren Energien an. Strom aus Wind-, Solar- und Bioenergie wird die tragende Säule einer klimaneutralen Energieerzeugung in allen Sektoren darstellen“, unterstrich er.
Neben der Stromerzeugung stelle die Wärmebereitstellung eine wesentliche Größe in der Energiewirtschaft dar. Im Sinne der Nachhaltigkeit und Klimaschutzziele sei ein zunehmender Einsatz erneuerbarer Energien in diesem Bereich in Form von Biomasse/Biomethan oder über regenerativ erzeugten Strom in Wärmepumpen notwendig. Wie die Umsetzung dieser Ziele in der Realität aussehen könne, zeige das GWW-Sonnenhaus eindrücklich. Das müsse Schule machen, so Uwe Zischkale.
Wernigerodes Oberbürgermeister Tobias Kascha lobte die Initiative der GWW: „Die Stadt ist stolz auf ihre Tochter, die nach 18 Jahren wieder ein neues Mehrfamilienhaus baut. Und nicht nur irgendeines, sondern eins, das ein innovativer Schritt in die Zukunft ist. Die Vorteile für die künftigen Mieterinnen und Mieter liegen auf der Hand. Die Sonne liefert Wärme und Strom immer zum selben Preis. Nachhaltige Projekte unterstützen wir als Stadt in jeder Hinsicht. Und wir freuen uns auf Nachahmer.“
„Im Herbst 2022 gab es im Aufsichtsrat einen einstimmigen Beschluss zur Errichtung des innovativen Sonnenhauses. Das Sonnenhaus ist in diesen Zeiten in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Wohnungsunternehmen trotz der Unsicherheiten durch Energiekrise und Zinsanstieg weiterbaut und sich von der Umsetzung seiner Vorhaben nicht abbringen lässt“, würdigte Uwe-Friedrich Albrecht, Stadtratspräsident und Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der GWW, das Projekt. Vom Sonnenhaus gingen viele ermutigende Signale in die Stadtgesellschaft Wernigerodes aus.
GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann freute sich aus Anlass des Richtfestes, dass alles nach Plan läuft: „Im Pappelweg stand ein konventionelles Haus aus den 1950er-Jahren mit Kohleheizung. An diesem Platz entsteht nun unser ‚Sonnenhaus‘, das die Zukunft des Bauens in Wernigerode beschreibt. Fachwerkhäuser, Fünfzigerjahre-Bauten, Plattenbau zusammen mit den neuen Energiearchitekturhäusern werden in naher Zukunft das Stadtbild der Harzmetropole prägen“, ist der GWW-Geschäftsführer überzeugt.
„Mit dem Sonnenhaus wollen wir als Stadt-Tochter Vorreiter in Wernigerode sein“, so der GWW-Geschäftsführer weiter. Das Gebäude werde stabile sichere Nebenkosten sichern, die weitgehend unabhängig von den aktuellen Marktpreisen seien. So sei man dem Markt nicht mehr ausgeliefert. Im Sonnenhaus entstünden 15 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe mit 2- bis 4-Raum-Wohnungen für unterschiedliche Mieter-Zielgruppen. Mehr-Generationen-Wohnen stehe im Vordergrund. „Die Jungen sorgen für die Alten mit, und die Alten können die Jungen unterstützen.“ Das sei das Konzept, so Christian Zeigermann.
„Das Gebäude ist eine Kombination aus Solarthermie für die Wasserbereitung. Aus Fotovoltaik für die Stromerzeugung. Und mit Holz-Pellets und Pufferspeicher für die Wärmeerzeugung“, erläuterte GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann.
Bei Neubauten stelle die GWW jetzt energetische Konzepte in den Vordergrund. Angesichts der aktuellen energiepolitischen Diskussionen und Verteuerung sei das dringend geboten.
Auch weitere moderne Technik kommt im Sonnenhaus zum Einsatz. Jeder Stellplatz kann einen E-Anschluss bekommen, für den das Haus den Strom selbst erzeugt, sodass Mieterinnen und Mieter unabhängig von der E-Infrastruktur der Umgebung sind. Normalerweise können bisher nur Einfamilienhäuser diesen Service bieten, erzählt der GWW-Bauherr. Hier wird das nun erstmals auch ein Gemeinschafts-Wohnprojekt in Wernigerode bieten. Geplant ist auch ein Gemeinschafts-Fahrradraum mit E-Anschlüssen für Elektrofahrräder. Interessant ist darüber hinaus die Architektur. Sie folgt der maximalen Energieausnutzung der Sonne.
Das bedingt auch eine außergewöhnliche Architektursprache. So ist die Dachneigung streng nach Südwesten zur maximalen Sonnenaufnahme ausgerichtet. Das gibt dem Gebäude seine spannende Form.
Noch seien die Energiehäuser ja in der Experimentierphase. Christian Zeigermann ist überzeugt, dass die GWW mit dem Sonnenhaus die aktuelle Diskussion mitbestimmen wird. Das beginnt bei der Bauerfahrung bis hin zu Mietererfahrungen mit den neuen energetischen Bauten. Er ist sicher, dass auch die Wohnerfahrungen der Mieter*innen Teil des Experiments Solarhaus werden. Wird sich deren Leben verändern, abhängig von der Sonneneinstrahlung?
Vielleicht werden sie ihren Tagesablauf neu ausrichten. Wenn die Sonne aufgeht und viel Energie liefert, zum Beispiel die Waschmaschine anstellen und alle anderen Geräte, und wenn sie untergeht und weniger Energie liefert, dann vielleicht die weniger energieintensiven Dinge verrichten. „Wir sind gespannt, wie sich das entwickelt“, so Christian Zeigermann.
Kristin Grunewald, GWW-Prokuristin und Leiterin der Vermietung, lud aus Anlass des Richtfestes bereits zur Eröffnung der Musterwohnung im Sonnenhaus Mitte Februar ein. Die GWW präsentiere dann eine vollständig eingerichtete Wohnung, die eine Vorstellung vom Wohnen in dem innovativen Gebäude vermitteln werde. „Die Nachfrage nach modernen Wohnungen ist in Wernigerode nach wie vor hoch, und die GWW hat dabei auch in Zukunft viel zu bieten“, hob sie in ihrem Statement hervor. Man sehe das Sonnenhaus auch als ein Beispiel, wie die GWW neue Mieterzielgruppen erschließen könne. Umweltbewusstes Wohnen mit deutlich geringeren Nebenkosten. „Wer sich für das Wohnen im Sonnenhaus begeistert, kann sich bereits heute bei uns melden“, rief die Vermietungsleiterin auf.
Martin Jungandreas, Geschäftsführer der B & O Bau und Projekte GmbH Chemnitz, vermeldete als Generalunternehmer zum Richtfest Plantreue. Das Sonnenhaus sei zwar baulich eine Herausforderung. Aber der stelle man sich gerne. „Es gibt keine rechten Winkel. Und ganz individuelle Zuschnitte. Wir müssen beim Bau fast überall Sonderlösungen finden. Das ist ein hoher Anspruch für die Handwerkskunst. Die hohen Energiestandards wie Pellet-Heizung, Solarelemente und auch die E-Parkplätze – nichts ist von der Stange, alles ist technisch anspruchsvoll.“ Auch für die Planungs-und Genehmigungsbehörden in Wernigerode sei das Projekt eine Herausforderung, verwies der Wohnungsbauexperte. „Wir haben bisher eine gute Zusammenarbeit mit ihnen und sind zuversichtlich, dass alles weiter gut läuft.“
Er rechne damit, dass das Sonnenhaus im Sommer 2024 übergeben werden könne.
Ein großer Tag für das Quartier Stadtfeld
GWW-Masterplan-Projekt: Quartiersentwicklung rund um Walther-Grosse-Ring 22-25 mit Innenhof als Klima-Garten mit Bewohnerfest eröffnet
Im Märchen wird ein Frosch zum schönen Prinzen. In Wernigerode wurde dieses Märchen nun sogar wahr. Es war einmal ein unansehnlicher verwaister Plattenbaublock. Er stand am Walther-Grosse-Ring 22-25. Keiner wollte ihn mehr. Er war zum Abriss freigegeben. Hier sollten Parkplätze entstehen. Doch es kam anders. Wie Phönix aus der Asche überstrahlt er nun nach nur 2,5 Jahren alles – in kräftigem Weiß mit grauen und orangen-Farbtupfern. Er beherbergt 40 komfortable 2-, 3- und 4-Raum-Wohnungen mit großen Balkonen, Fahrstuhl, Stellplätzen und behindertengerechten Rampen-Zugängen. E-Parkplätze gibt es auf dem Boden und PV-Anlagen/Mieterstromprojekte auf seinem Dach. Auch die zwei angrenzenden Plattenbauten in der Dr.-Jacobs-Straße und Minslebener Straße wurden von der GWW energetisch saniert und fit gemacht. Den 5.500 qm großen Innenhof zwischen den Bauten verwandelte die GWW in einen zauberhaften „Klima-Garten“.
Dieses wahr gewordene Märchen feierte die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, GWW, nun am 4. November 2023 mit ihren Mieterinnen und Mietern und zahlreichen Vertretern der Stadtgesellschaft. Symbolisch wurde ein grünes Band zur Eröffnung des Klima-Gartens und zum krönenden Abschluss der modernsten nachhaltigen GWW-Quartiersentwicklung durchtrennt. Die GWW investierte in das Projekt gesamt 10,4 Millionen Euro.
Immo Kramer, Wernigerodes Dezernent für Stadtentwicklung und GWW-Aufsichtsratsvorsitzender, lobte auf der Eröffnungsfeier den Elan der GWW, auch in schwierigen Zeiten Kurs zu halten und die Verbesserung der Wohnqualität und die nachhaltige klimagerechte Sanierung seiner Plattenbauten voranzutreiben. Dabei schaffe die GWW immer wieder eine neue Qualität. Die Quartiersentwicklung rund um den Walther-Grosse-Ring mit Klima-Garten und PV-Anlagen für Mieterstrom sei ein Modellfall für Wernigerode. Hier habe sich der Leitslogan der GWW, „Hier spielt die Zukunft“ erneut vergegenständlicht. Er hob hervor, dass Wernigerode als bunte Stadt am Harz mit ihrer dynamischen Entwicklung, immer noch wachsendem Tourismus und Zuzug eine sichere Basis für Entwicklungsprojekte sei, wie sie die GWW hier gestartet habe. „Der Aufwand und das Engagement lohnt sich hier bei uns, weil er auf einen Bedarf trifft“, so seine Worte.
Uwe-Friedrich Albrecht, Stellv. GWW-Aufsichtsratsvorsitzender und Quartiersmanager, lobte in seinem Eröffnungs-Statement die nachhaltige Qualität der Quartierentwicklung rund um den Walther-Grosse-Ring 22-25 und die Einbeziehung der Mieterschaft in diesen Prozess. „Wo früher eher Tristheit herrschte, sehe ich heute gesellige Menschen auf ihren Balkonen und in ihren Mietergärten, auf dem Volleyball- oder Badminton-Platz, am Grill oder unter den neuen Bäumen flanierend. „Es ist ein großer Tag für das Quartier Stadtfeld“.
Christian Zeigermann, Geschäftsführer der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, erläuterte die 3-jährigen Bauarbeiten im Quartier, die nun ihren krönenden Abschluss fanden, zur Eröffnung wie folgt:
„Die größte Aufgabe war die Komplettsanierung des leerstehenden Wohnblocks am Walther-Grosse-Ring. Die Arbeiten am Objekt begannen im August 2021 mit einer kompletten Entkernung, zudem wurden die Keller ausgeschachtet. Aus den Zwischenräumen der Platten musste die Füllung entfernt werden – alter Morinol-Kitt aus der DDR. Neue Fenster wurden eingesetzt, die Wärmedämmung auf Standard gebracht und die Dachhaut erneuert. Ein neues Heizungssystem wurde eingebaut und liefert umweltfreundliche Fernwärme. Im Objekt entstanden 40 komfortable 2-, 3- und 4-Raum-Wohnungen. Hier kam clevere Grundrissarbeit zum Tragen: Ehemalige 1- und 3-Raum-Wohnungen wurden teils zusammengelegt, um Extrazimmer zu schaffen. Anderswo bauten wir ehemalige 3-Raum-Wohnungen in 2-Raum-Wohnungen um: dieselbe Quadratmeterzahl, aber größere Küchen und Bäder. Wohnraum für Senioren, aber auch für Familien mit Kindern wurde so geschaffen. Gerade bei Letzteren ist die Nachfrage besonders groß und nicht alle können sich das Haus am Stadtrand leisten“.
Die Wohnungen wurden so barrierearm wie möglich gestaltet. So sind alle Hauseingänge und auch das Kellergeschoss über eine Rampe zugänglich. An jeden Eingang wurde zudem ein Aufzug gebaut. Die schmalen Balkone an der Vorderseite wurden abgerissen und durch komfortablere Anbauten ersetzt. Zeitgleich startete die GWW die energetische Sanierung der angrenzenden Platten Dr.-Jacobs-Straße und Minslebener Straße.
„Unser wertiges Fassadenkonzept eint nun alle Blöcke des Quartiers. Auch dies ist Teil des Masterplans: Alle unsere Blöcke sollen sich zukünftig in der Farbgebung unterscheiden, aber im Design ähneln. Denn Plattenbauten sollte man nicht verstecken, sondern erhobenen Hauptes präsentieren“.
„Die Nachfrage nach modernen Wohnungen hat zugenommen“, so der GWW-Geschäftsführer weiter. „Unsere Plattenbauten liegen sehr zentral mit optimalen Grundrissen. Modernisiert können sie gut auf dem Markt mithalten. Der Bedarf ist da, und wir reagieren darauf. In unserem Haushalt haben wir Gelder eingestellt, um jedes Jahr 40 Wohnungen komplett sanieren zu können“.
Als Highlight der Komplettsanierung nannte er die Neugestaltung des am 4. November eröffneten 5.500 qm großen Innenhofs. „Hier schufen wir den ersten GWW-Klima-Garten“, so Christian Zeigermann stolz. „In ihm vereinten wir alle Werte, die auch die Arbeit an den umliegenden Objekten prägte: Ziel war die Schaffung eines lebendigen Hofs, der generationenübergreifende Angebote, Möglichkeiten zur Erholung, Begegnung aber auch Mitbestimmung bietet. Und der unter ökologischen Gesichtspunkten auf die sich verändernde Klimaerwärmung reagiert.“
Im Quartier Walther-Grosse-Ring 22-25 können die Mieter noch mehr von Nachhaltigkeit profitieren. Denn die GWW hat die Sanierung mit der flächendeckenden Bebauung der Plattenbaudächer mit Photovoltaik-Platten kombiniert. Auch alle weiteren Plattenbaudächer der GWW sollen zukünftig mit PV-Anlagen ausgerüstet werden.
René Reulecke von den Stadtwerken Wernigerode über die PV-Anlagen im Quartier:
„Den Beginn der Zusammenarbeit von GWW und Stadtwerken im Bereich PV-Anlagen bildete die Anlage in der Dr.-Jacobs-Straße 6-8 mit 186 Modulen und einer Leistung von 69,75 kWp, die wir gemeinsam mit der GWW im November 2022 in Betrieb nahmen. Der Rest befindet sich in Umsetzung und wird spätestens Anfang 2024 in Betrieb gehen – 634 PV-Module insgesamt werden zur Versorgung des Karrees mit Mieterstrom installiert werden. Gleichzeitig können sich die Mieterinnen und Mieter über Mieterstromprojekte finanziell entlasten und viele Tonnen C02 können eingespart werden – ein großer Gewinn für Mensch und Planet. Wir stehen als verlässlicher städtischer Partner der GWW auch zukünftig zur Seite, um das GWW-Ziel, weitere Plattendächer mit PV-Anlagen auszurüsten, gemeinsam Stück für Stück umzusetzen.“
Landschaftsarchitektin Catharina Bankert-Hahn erläuterte beim Eröffnungsrundgang durch den ersten GWW-Klima-Garten ihr Konzept für den neu gestalteten Innenhof:
„Den Innenhof in einen abwechslungsreichen multifunktionalen Garten umzuwandeln, der allen heutigen ökologischen Anforderungen entspricht, war für uns eine interessante Aufgabe. Begonnen haben wir gebäudenah mit der Anordnung von „Wohnterrassen“ als Treffpunkte, überdachten Sitzbereichen und kleineren Spielelementen wie Sandkasten und Tischtennisplatte.
Weiter rein in den Innenhof folgte die Gründung eines breiten „Öko-Rings“: ein hinsichtlich pflanzlicher Diversität modelliertes Gebiet mit 35 neu gepflanzten Bäumen, Grünstreifen für Insekten und Versickerungsmulden, die für gutes Mikroklima sorgen. Das Regenwasser der Gebäude wird hierhin umgeleitet.
Im Mittelpunkt des Innenhofs haben wir einen zentralen Begegnungspunkt geschaffen: eine große Fläche mit Kinderspielplatz, Spielwiese, auf Bewohnerwunsch Badminton- und Volleyballfeld. Ebenfalls integriert wurde ein Kunstprojekt namens PAXKREIS als weiterer Treffpunkt. Dazu ein 400 Quadratmeter großes Mieter-Gärten-Areal, von den Bewohnern genutzt. Das sorgt für Verbundenheit mit der Umgebung und fördert die Nachbarschaftsbeziehungen. Zur (kostenlosen) Bewässerung des Gartens wurde ein alter Grundwasserbrunnen aus DDR-Zeiten reaktiviert. Für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Grundwassers sorgt auch die Versickerungsmulde, in dem sie lokal das Grundwasser anreichert.
Nachhaltigkeit und Vielfalt spielte auch bei der Materialauswahl eine große Rolle. Zum Beispiel sorgen versickerungsfähiges Pflaster oder Wege aus wassergebundener Decke für einen geringen Versiegelungsgrad. Zudem heizen sich die hellen Oberflächen nicht so stark auf.“
Der Maler und Objektkünstler Stephan Klaube erläuterte während des Gartenrundgangs die Kunst-Installation PAXKREIS als Teil des Klima-Gartens:
„Der PAXKREIS (Friedenskreis) – ein aus bemalten Metallelementen gestalteter über vier Meter hoher Baum von Steinquadern umkreist – symbolisiert den Kreislauf des Lebens und all seiner Ressourcen. Er ist ein Gemeinschaftsprojekt mit Kindern des Hortes „Pusteblume“ und Erwachsenen der psychosozialen Einrichtung „Guter Hirte“. Die Erarbeitung dieser Installation brachte verschiedenste Menschen, ob groß oder klein, mit und ohne Handicap zusammen. Beim Bau des Lebensbaumes aus Stahl, stark stilisiert, entstand ein nachhaltiger kreativer Austausch in der Gemeinschaft, der unwiederbringlich ist und den die Installation auch überzeugend repräsentiert. Ich war selbst überrascht, welche Fantasie die Mitwirkenden in die Gestaltung der Blüten und Insekten einbrachten. Ich denke, die individuelle Gestaltung wird die Bewohner bei jedem Besuch neu inspirieren.
Um den Baum herum haben wir 12 Sitzsteine aus Kalkstein gesetzt, mit vielen abgelegten bemalten Kieseln. Dieser Kreis symbolisiert den Sonnenzyklus eines gelebten Jahres und lädt zum Verweilen und Innehalten ein. Durch die Bepflanzung mit Lavendel im Zentrum wird das Kunstwerk zugleich zum Duftwerk, das die Sinne des Betrachters noch mehr anspricht und Insekten wichtige Nahrung bietet.
Ich danke der GWW für die finanzielle Unterstützung und den Mitwirkenden sowie dem Metallbau Treu aus Benzingerode für die gute Umsetzung der Idee.
Ich wünsche mir eine rege Nutzung und vielfache Aneignung der Installation durch die Bewohner des neuen Klima-Gartens in Stadtfeld.“
Weitere Stimmen:
Michael Truthmann, Geschäftsführer der Industriebau Wernigerode GmbH:
„Als Bauausführende freuen wir uns mit den Bewohnern über die gelungene neue Quartierslösung hier in Stadtfeld. Auch wir sind immer wieder überrascht, welche Möglichkeiten noch in der ‚alten Platte‘ stecken und wie es gelingen kann, sie in moderne Wohnhäuser mit viel Komfort umzuwandeln und das dabei zukunftsträchtige nachhaltige Wohnformen entstehen können, die die heutigen Bedürfnisse treffen. Aus den Einheitsgrundrissen der Platte vielfältige Wohnungszuschnitte entstehen zu lassen, ist natürlich eine Herausforderung. Aber auch das haben wir zusammen mit der GWW erneut gut gemeistert. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.“
GWW mit niedrigster Leerstandsquote seit zwanzig Jahren
Zum Stichtag 20. September 2023 beträgt Leerstandsquote nur noch 5,4 Prozent/
Konzept Leerwohnungssanierungen und Mieterservice bringen Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH voran
Die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH erzielte im September 2023 ihren niedrigsten Wohnungs-Leerstand seit zwanzig Jahren. Er beträgt zum Stichtag 20. September 2023 insgesamt nur noch 5,4 Prozent. Damit gehört die GWW zur Top-Ten der bestvermietenden Wohnungsgesellschaften Sachsen-Anhalts. Im Durchschnitt liegt die Leerstandsquote im Land in 2023 bei 12,91 Prozent*. Den geringsten Leerstand erreicht Gardelegen mit rund 1,8 Prozent.
Gegenüber 2011 mit einem Leerstand von 9,18 Prozent konnte die GWW die Quote in den letzten 4 Jahren fast halbieren.
„Wir freuen uns über diesen Erfolg bei den Mieterinnen und Mietern Wernigerodes. Aber er kommt natürlich nicht aus heiterem Himmel“, kommentiert GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann die erfreuliche Leerstandsquote.
Als einen Hintergrund nennt er die verstärkten Sanierungsaufwendungen der GWW. „Wir haben sie für Leerwohnungen in 2023 weiter erhöht und dafür 2 Millionen Euro in unseren Haushalt eingestellt“, erläutert der GWW-Chef. „Die Nachfrage nach modernen Wohnungen hat zugenommen. So unsere Erfahrung. Unsere Plattenbauten liegen sehr zentral mit optimalen Grundrissen. Modernisiert können sie gut auf dem Markt mithalten. Der Bedarf ist da, und wir reagieren darauf. In unserem Haushalt haben wir die Gelder, um jedes Jahr 40 Wohnungen komplett sanieren zu können. Das heißt, neue Elektrik, neues Bad, neue Fußböden, Türen und weiteres einzubringen. Nach der Sanierung warten schicke funktionale Wohnungen auf die neuen Mieterinnen und Mieter. Und sie warten meist nicht lange“, so Christian Zeigermann weiter.
Auch bei der Teilsanierung von Wohnungen nach Auszug komme die GWW besser voran. Schon wenige Tage danach rücke bereits ein Bautrupp aus Malern, Tischlern, Elektrikern und Klempnern in die freie Wohnung ein und 20 Tage später stehe sie renoviert wieder zur Vermietung bereit.
Auch die Bauzinssteigerung führe laut Christian Zeigermann zu einer verstärkten Nachfrage bei der GWW. Eigene Baupläne zurückgestellt, suchten die Interessenten nun eine Mietwohnung mit Qualität. Natürlich trage auch die Attraktivität der Harzmetropole zu der positiven Entwicklung bei der GWW bei. Wernigerode ist als Arbeits-, Wohn- und Erholungsort nach wie vor stark nachgefragt.
Nicht zuletzt nennt Christian Zeigermann auch das gute Image der GWW als einen Hintergrund für die positive Entwicklung: „Wir haben mit unserem Botschafter, der Fußballikone Nils Petersen, im Rahmen der Kampagne „Hier spielt die Zukunft“ viel Aufmerksamkeit erzielt und mit unseren Projekten viel Vertrauen und Wertschätzung unserer Arbeit. Auch das schlägt sich natürlich in unseren guten Vermietungszahlen nieder.“
GWW-Prokuristin und Leiterin der Wohnungswirtschaft, Kristin Grunewald, ergänzt aus ihrer Perspektive: „Ich sehe die geringe Leerstandsquote auch als Lohn für all unsere Bemühungen der letzten Jahre, den Mieterservice zu verbessern. Das heißt in erster Linie, die Mieteranliegen auf kurzem Wege und unbürokratisch zu bearbeiten. Dabei hilft uns mittlerweile auch unsere Mieter-App „GWW-Welt“, die u. a. den direkten Draht zwischen Mietern und Verwaltern schafft. Positiv angenommen wurde auch die Einführung unseres Hausmeistersystems sowie der eigene GWW-Malertrupp, der sich besonders den Hausfluren als Visitenkarte eines jeden Hauses widmet.“ All das spreche sich herum und sorge für Vertrauen zur GWW als Großvermieter.
„Natürlich ist es auch unser Produkt“, erläutert Kristin Grunewald weiter. „Allein in diesem Jahr haben wir zum Beispiel die Sanierung von 36 Leerwohnungen auf dem Plan. Stand September sind schon 27 Wohnungen fertig saniert. Und alle bereits vermietet, weil auch die Qualität unserer Sanierung den Nerv der Wernigeröder trifft.“
* Quelle vdw Sachsen-Anhalt 04/2023
Großsiedlungen können lebens- und liebenswerte Orte für alle werden
In der Ausgabe 09/2023 des Magazins „DW“ enthüllt unser Geschäftsführer, Christian Zeigermann, faszinierende Einblicke aus seiner Studienreise nach Schweden. In einem exklusiven Interview teilt er seine Eindrücke und Erkenntnisse über die Entwicklung der Großsiedlungen in Schweden und wie diese Erfahrungen dazu beitragen können, die Gestaltung und Lebensqualität von Wohnsiedlungen in Deutschland neu zu denken. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie innovative Ansätze aus Schweden die Zukunft des Wohnens nachhaltig beeinflussen können. Bleiben Sie gespannt auf diese inspirierende Geschichte in der kommenden Ausgabe von „DW“.
Lesen Sie den vollständigen Artikel im PDF-Format
Erschienen in der Zeitschrift DW | Die Wohnungswirtschaft, Ausgabe 09/2023
Erster Spatenstich für das größte GWW-Neubau-Projekt der jüngsten Geschichte: Wohnbebauung Lutherstraße.
Erster Spatenstich für das größte GWW-Neubau-Projekt der jüngsten Geschichte: das Projekt Lutherstraße. Bis 2026 entstehen hier drei dreigeschossige Wohnhäuser mit 38 Wohneinheiten und großzügigen 2-5-Raum-Wohnungen, teilweise Maisonetten, für Familien und Senioren. Dazu drei Gewerbeflächen mit ca. 425 m² Größe. Eine Gesamtinvestition der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH (GWW) in Höhe von 13,9 Millionen Euro.
Im Beisein von Sven Haller, Staatssekretär des Ministeriums für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, Tobias Kascha, Oberbürgermeister der Stadt Wernigerode, Jens Zillmann, Direktor des Verbands der Wohnungswirtschaft Sachsen-Anhalt und Christian Zeigermann, Geschäftsführer der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH wurde der Bau mit dem ersten Spatenstich gestartet. Mit dabei auch die ausführenden Bauträger und viele Interessierte aus der Wernigeröder Stadtgesellschaft.
Zur Premiere von „Hier spielt die Zukunft“, unserem neuen Videopodcast, trifft Christian Zeigermann, Geschäftsführer der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH (GWW), auf Nils Petersen, ehemaliger Profifußballer und stolzer Botschafter der GWW. Die erste Episode dieses fesselnden Podcasts führt uns in eine Welt, in der Tradition und Moderne, Leidenschaft und Engagement zu einem inspirierenden Dialog verschmelzen.
Während der Podcast-Folge wird deutlich, wie die Entwicklung der Stadt in den letzten Jahren eine entscheidende Rolle in den Lebensgeschichten beider Protagonisten gespielt hat. Nils Petersen teilt seine persönlichen Erinnerungen an Wernigerode und seine Motivation, einen aktiven Beitrag zur Weiterentwicklung seiner Heimatstadt zu leisten. Gemeinsam erkunden Zeigermann und Petersen, wie es gelungen ist, Tradition und Moderne miteinander zu verknüpfen, um eine lebenswerte Umgebung für die Bürger zu schaffen.
Der Podcast wirft auch einen Blick auf Nils Petersens außergewöhnliche Verbindung zu Wernigerode und wie er diese nutzt, um junge Talente zu inspirieren und zu fördern. Als Botschafter der GWW setzt er sich mit Leidenschaft dafür ein, bezahlbaren Wohnraum zu sichern und die Gemeinschaft zu stärken. Die Gesprächspartner teilen ihre Gedanken darüber, wie der Sport und das Engagement in der Heimatstadt prägende Einflüsse auf Petersens Persönlichkeit hatten.
Die Folge gibt nicht nur Einblick in die Vergangenheit, sondern wagt auch einen Blick in die Zukunft. Zeigermann und Petersen diskutieren Nils‘ Pläne nach seiner aktiven Fußballkarriere und wie er seine Leidenschaft für den Sport in neuen Bereichen einbringen möchte. Vor allem aber wird deutlich, wie er seine Verbindung zu Wernigerode dazu nutzen möchte, einen anhaltenden positiven Einfluss auf die Stadt auszuüben.
Die erste Episode von „Hier spielt die Zukunft“ zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie sich unterschiedliche Lebenswege auf bemerkenswerte Art und Weise miteinander verbinden können. Die unerwartete Allianz zwischen einem ehemaligen Bundesligaprofi und dem Geschäftsführer eines kommunalen Wohnungsbauunternehmens mag auf den ersten Blick unkonventionell erscheinen, jedoch verdeutlicht sie, wie gemeinsame Ziele und eine tiefe Bindung zu einem Ort echte Veränderungen bewirken können.
Bleiben Sie gespannt auf weitere fesselnde Gespräche in der Podcastreihe „Hier spielt die Zukunft“. Hier wird auf inspirierende Weise erkundet, wie Leidenschaft und Engagement die Gestaltung der Zukunft beeinflussen können – eine Reise, die uns zeigt, wie Individuen und Gemeinschaften gleichermaßen die Weichen für ein besseres Morgen stellen können.
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Francke-Grundschule komplett: Wernigerodes modernste Schulsportanlage ist eröffnet
Sportliche Eröffnungsfeier an neuer August-Hermann-Francke-Grundschule mit Bildungsministerin Eva Feußner
Wernigerodes modernste Schulsportanlage ist eröffnet. Sie rundet das Ensemble der neuen August-Hermann-Francke-Grundschule und des Horts endgültig ab und macht es komplett. Der Neubau der August-Hermann-Francke-Grundschule, der modernste Schulneubau Sachsen-Anhalts, der mittlerweile auch Architekturfreunde anzieht, wurde nach nur 1,5-jähriger Bauzeit am 13. Oktober 2022 eröffnet. Über 13 Millionen Euro investierte Wernigerode in die neue Francke-Grundschule mit Sportplatz. Bauherr: GWW.
Mit einer festlichen Zeremonie im Beisein von Eva Feußner, Ministerin für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt, Oberbürgermeister Tobias Kascha und GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann, den Schul- und Bau-Akteuren, Vertretern der Stadtgesellschaft und zahlreichen Schülerinnen und Schülern wurde nun der Sportplatz am 21. August 2023 mit einer Sportchallenge eingeweiht.
Bildungsministerin Eva Feußner betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass der Neubau der Francke- Schule mit dem modernen Sportplatz in seiner Architektur, kurzen Planungs- und Bauzeit und in der Zusammenarbeit von Stadt und städtischer Tochtergesellschaft ein Musterfall für Sachsen-Anhalt sei, um für Schülerinnen und Schüler eine moderne Lernatmosphäre zu schaffen und ein Umfeld, in dem das Lernen Spaß macht.
„Guten Morgen Du Schöne“, begrüßte Wernigerodes Oberbürgermeister Tobias Kascha den Schulbau im Oktober 2022 und verlieh damit der Freude von Eltern, Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schüler über die Schule Ausdruck. Nun sei das schöne neue August-Hermann-Francke-Grundschul-Ensemble komplett fertiggestellt. Er dankte der GWW als Bauherr für ihre Termintreue.
„Von Schulbau bis zur Eröffnung nun auch des Sportplatzes sind gerade mal zwei Jahre ins Land gegangen. Architekten, Planer, Generalunternehmer, Baufirmen – Hunderte Menschen haben ihren Anteil daran, dass das alles trotz Corona so erstaunlich reibungslos funktionierte. Der Francke-Schulbau lief wie ein Räderwerk, in dem alles passte“, so betonte er. Und das sei auch beim Sportplatzneubau so geblieben.
„Als GWW sind wir stolz darauf, gemeinsam mit der Stadtgesellschaft hier eine der modernsten Schulen Sachsen-Anhalts, wenn nicht der gesamten Bundesrepublik, geschaffen zu haben“, hob GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann zur Sportplatz-Eröffnung hervor. „Trotz Corona! Trotz Baumaterialmangels! Trotz Shut- und Lockdowns! Und trotz der zusätzlichen ungeplanten Aufgabe, die neue August-Hermann-Francke-Grundschule nicht nur als moderne Schule zu gestalten, sondern über ein modernes Lüftungssystem zu einer Corona- und virenresistenten Schule zu machen. Auch das CO2-Aufkommen in den Klassenräumen wird vom Lüftungssystem abgesaugt für ein durch und durch gesundes Lernklima.“
Die Schüler der Francke-Schule als auch Sportvereine der Stadt können jetzt über eine Sportanlage mit Kleinspielfeld von 20 x 40 m für Handball, Volleyball und Street-Basketball, einer Weitsprunganlage und einer Gymnastikwiese von 300 m² Größe sowie einer 60-Meter-Laufbahn mit vier Bahnen verfügen. Alle Oberflächen mit wasserdurchlässigem Kunststoffbelag und bereichsweise mit Ballfangzaun. „Wir freuen uns mit der Übergabe, dass nun auch der Sportunterricht an der Francke-Grundschule unter modernsten Bedingungen erfolgen kann“, hob Christian Zeigermann hervor.
Der GWW-Geschäftsführer erinnerte daran, dass die Sportanlage wie auch der Schulneubau erst möglich wurden auf Basis eines einzigartigen PPP-Vertrages. „Die GWW, eine Stadttochter, fungierte hier erstmals als „Handwerkszeug“ der Stadt Wernigerode für Bauen und Entwickeln auf Basis dieses PPP-Vertrages.“ Das solle Mut machen und könne neue Zukunftsperspektiven eröffnen, wo die Stadttöchter zum Einsatz kämen für Aufgaben, die die Stadt sonst nicht allein bewältigen könne. Das tauge als „Wernigeröder Modell“ für viele Großstädte und die Bewältigung ihrer anstehenden Projekte in schwierigen Zeiten, so Christian Zeigermann.
Christiane Kresse-Wenzel, Rektorin der neuen August-Hermann-Francke-Grundschule bedankte sich im Namen aller Schüler*innen zur Sportplatzeröffnung für die Vollendung des interessanten und funktionalen Schul- und Hort-Ensembles, in dem es allen Freude mache zu lernen und zu arbeiten.
„Die Entscheidung für den Schulneubau haben wir alle als Chance gesehen, bei etwas Großem dabei zu sein und zu helfen, für unsere Kinder tolle Lern- und Lebens- und Sporträume zu planen und einzurichten,“ betont Christiane Kresse-Wenzel. „Uns war es von Anfang an wichtig, als pädagogischer Berater und verlässlicher Partner den Schulneubau zu begleiten und bestmöglich zu unterstützen. Von Beginn an wurden wir gut mitgenommen und einbezogen“, hob sie hervor.
Weitere Stimmen zur Sportplatzeröffnung
Thomas Näther, Architekt der snp Architekten + Ingenieure GmbH erläutert zum Sportplatzneubau: „Das neue Gebäude der August-Hermann-Francke-Grundschule wurde im Bereich des alten, verschlissenen Sportplatzes errichtet. Für den Sportunterricht wurde deshalb – neben der vorhandenen Sporthalle – die Schaffung einer Sportfreianlage erforderlich. Die nunmehr fertiggestellte Anlage besitzt mit Kleinspielfeld, Leichtathletikanlagen und Gymnastikwiese drei Übungsflächen und ist mit modernsten Belägen und Ausrüstungen ausgestattet“, hebt der Architekt die Vorzüge hervor. „Die Einordnung konnte nach dem Abriss der alten Schule in unmittelbarer Nähe zum vorhandenen Umkleidetrakt erfolgen, der damit in optimaler Form sowohl für die Sporthalle als auch für die neue Sportfreianlage genutzt werden kann.“
Stefan Brunsch, Niederlassungsleiter der GP Papenburg Hochbau GmbH Halle:
„Der Bau des Sportplatzes der Francke-Schule war für uns die Kür. Wir freuen uns, dass das Ensemble aus Schule, Hort und Sportanlage nun komplett ist. Zur Pflicht geriet der Neubau der Schule und das mitten in der Corona-Pandemie. Die Schule war keine Großbaustelle, wie wir sie bisher kannten. Auf der Baustelle musste wegen gesetzlicher Corona-Vorgaben eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen und umgesetzt werden. Dazu zählten unter anderem die Anpassung der Arbeitsabläufe, aber auch zeitversetzte Pausenregelungen, die Erweiterung der Baustelleneinrichtung und Aufenthaltsräume, das regelmäßige Desinfizieren der Räumlichkeiten und Arbeitsgeräte, die Umsetzung der Corona-Testregelungen, entsprechende Beschilderungen und das Aufstellen von Desinfektionsspendern sowie die Durchführung von Beratungen auf digitaler Ebene. Der Schulbau war eine besondere Herausforderung für uns, die nun ihren schönen Abschluss gefunden hat“.
Michael Truthmann, Geschäftsführer der Industriebau Wernigerode GmbH:
„Für alle Beteiligten war dieser Schulbau etwas Besonderes. Jedes Schulgebäude ist ein Unikat und wie ein Maßanzug auf den Nutzer zugeschnitten. Der Francke-Schulneubau in Wernigerode, quasi vor der Haustür, sticht dabei natürlich noch hervor. Wir freuen uns, dass er mit dem neuen Sportplatz nun sein Finale erreicht hat. Der Bau von Schulen ist immer ein positives Zeichen in die Zukunft. Als Wernigeröder freut man sich darüber auch besonders.“
Vorschau: Erster Spatenstich für Neubauvorhaben Lutherstraße am 28. August 2023
GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann kündigte im Rahmen der Sportplatz-Eröffnung eine weitere Aufwertung des Areals rund um die Lutherstraße an. Die neue Schule sei nur der Beginn gewesen. Nun gehe es weiter bei der Heilung des Quartiers.
Um das gesamte Areal städtebaulich abzurunden, wird die GWW in der Lutherstraße dreigeschossige Wohnhäuser mit 38 Wohneinheiten und großzügigen 2- bis 5-Raum-Wohnungen für Familien bauen. Dazu kommt eine Gewerbefläche von circa 425 m². Die ersten Bewohner sollen im Sommer 2025 einziehen, so der GWW-Plan. Der Erste Spatenstich für das GWW-Neubauvorhaben Lutherstraße erfolgt bereits am 28. August 2023.
Am Montag, den 14. August 2023, fand ein bedeutsamer Austausch zwischen unserer Geschäftsführung und den Landtagsabgeordneten Monika Hohmann und Andreas Henke statt. Im Fokus stand die Diskussion über notwendige Förderprogramme für die Wohnungswirtschaft im Hinblick auf den kommenden Landeshaushalt.
Die Vertreter der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH begrüßten die Landtagsabgeordneten in ihren Räumlichkeiten, um einen offenen Dialog über die zukünftige Ausgestaltung der Wohnungsbranche in Sachsen-Anhalt zu führen. Christian Zeigermann betonte die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen der Politik und der Wohnungswirtschaft, um gemeinsam Lösungen für die aktuellen Herausforderungen zu finden.
Monika Hohmann und Andreas Henke, die Landtagsabgeordneten, zeigten großes Interesse an den vorgestellten Ansätzen und erklärten, wie wichtig es ist, die Bedürfnisse der Bevölkerung in den Mittelpunkt zu stellen und gleichzeitig die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.
Die Gespräche endeten in einer gemeinsamen Erkenntnis über die Bedeutung einer koordinierten Zusammenarbeit, um die Wohnungslandschaft in Sachsen-Anhalt nachhaltig zu gestalten. Die im Austausch präsentierten Vorschläge und Ideen werden in die weiteren Diskussionen über den nächsten Landeshaushalt einfließen, um gezielte Maßnahmen für die Förderung der Wohnungswirtschaft zu formulieren.
Die GWW sowie die Landtagsabgeordneten Monika Hohmann und Andreas Henke zeigen mit diesem erfolgreichen Austausch ihr gemeinsames Engagement für eine positive Entwicklung der Wohnungsbranche in Sachsen-Anhalt.

Die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH freut sich, bekannt zu geben, dass in Zusammenarbeit mit dem Klippel-Feil-Syndrom e.V. ein Beratungstermin zur Förderung der Inklusion stattfinden wird. Die Veranstaltung wird in den Räumlichkeiten der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH abgehalten und bietet Menschen mit Klippel-Feil-Syndrom sowie anderen körperlichen Einschränkungen eine Gelegenheit, individuelle Beratung und Unterstützung in verschiedenen Bereichen zu erhalten.
Die Inklusionsberatung des Klippel-Feil-Syndrom e.V. setzt sich dafür ein, dass Menschen mit körperlichen Behinderungen volle Teilhabe an der Gesellschaft erreichen können. Während des Beratungstermins stehen erfahrene Fachkräfte zur Verfügung, um individuelle Anliegen und Fragen zu adressieren. Insbesondere werden folgende Themen behandelt:
Beratung zu Anträgen für Wohngeld: Die Beraterinnen und Berater unterstützen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Antragstellung für Wohngeld. Sie bieten Informationen zu den Voraussetzungen, dem Antragsprozess und helfen bei der Zusammenstellung der erforderlichen Unterlagen.
Beratung für Menschen mit Handicap: Menschen mit körperlichen Einschränkungen haben oft spezifische Bedürfnisse und Herausforderungen. Die Inklusionsberatung bietet individuelle Beratungsgespräche an, um Lösungen und Hilfestellungen für die Bewältigung des Alltags, barrierefreies Wohnen, Mobilität und weitere Themen zu finden.
Unterstützung bei Familienhilfe: Familien, in denen ein Familienmitglied das Klippel-Feil-Syndrom oder eine andere körperliche Beeinträchtigung hat, stehen vor besonderen Herausforderungen. Die Inklusionsberatung bietet Hilfe und Unterstützung für Familienangehörige und Pflegepersonen, um den Umgang mit der Behinderung im Alltag zu erleichtern und passende Unterstützungsangebote zu finden.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH statt, die ihre Räumlichkeiten für den Beratungstermin zur Verfügung stellt. Dieser Schulterschluss ermöglicht eine noch umfassendere Unterstützung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Interessierte Personen sind herzlich eingeladen, den Beratungstermin zu besuchen. Er findet am 1. August 2023 von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, Platz des Friedens 6, statt. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
Über den Klippel-Feil-Syndrom e.V.:
Der Klippel-Feil-Syndrom e.V. ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für die Belange von Menschen mit Klippel-Feil-Syndrom und anderen körperlichen Einschränkungen einsetzt. Der Verein bietet Unterstützung, Aufklärung, Beratung und Vernetzung für Betroffene und ihre Familien.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Vereins: https://www.klippel-feil-syndrom.com/.

