„Gas und Öl für Wärme werden bei der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH bald Vergangenheit sein“
Abschied von Gas und Öl. Hin zur Fernwärme – möglichst für den gesamten 3.000 Einheiten umfassenden Wohnungsbestand: Das ist die Antwort der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, GWW, auf das geplante Gebäudeenergiegesetz (GEG) der Bundesregierung. Es ist zugleich eine weitere Antwort auf die GWW-Bemühungen zur Kostenreduzierung der Nebenkosten für ihre Mieterinnen und Mieter.
„Der Osten Deutschlands hat bei Fernwärme eindeutig einen Standortvorteil. So werden auch bei uns bereits 70 Prozent unserer Wohnungen, vor allem in den Großsiedlungen, per Fernwärmesystem beheizt. Warum nun nicht diesen Vorteil weiterentwickeln. Es gibt keine bessere und wirtschaftlichere Alternative in einer Stadt wie Wernigerode als die Fernwärmenutzung“, erklärt GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann.
Die GWW ließ dafür in den letzten Wochen durch die Stadttochter Stadtwerke Wernigerode GmbH prüfen, welche weiteren Möglichkeiten des Fernwärmeanschlusses für die restlichen 30 Prozent GWW-Wohnbauten, vorwiegend aus den 30er- und 50er-Jahren, existieren und machte dann gleich Nägel mit Köpfen. In der vergangenen Woche wurde eine Vereinbarung unterzeichnet, um das erste GWW-Wohnareal Hundertmorgenfeld und Schmatzfelder Straße zukünftig mit Fernwärme zu versorgen. 86 Wohnungen und fast 100 Mieterinnen und Mieter werden im Ergebnis des Vertrages in den Vorzug klimafreundlicher und kostengünstigerer Wärmeversorgung kommen.
Die Stadtwerke Wernigerode übernehmen nun die Planung und Errichtung eines Fernwärmenetzes zur Abdeckung des Wärmebedarfs der Objekte. Die baulichen Leistungen reichen von der Anbindung an das Bestandsnetz über die Leitungsverlegung in den öffentlichen Straßen und Wegen bis zur Einführung in die einzelnen Objekte und den Anschluss an die umgerüsteten Heizungsanlagen.
Die GWW wird ihrerseits die Umrüstung ihrer Heizungsanlagen in den einzelnen Objekten und den Bau eines Hausanschlussraumes für die Fernwärme umsetzen und damit die Bedingungen für den reibungslosen Netzanschluss schaffen.
„Jetzt geplant, sollen all die Arbeiten im Geschäftsjahr 2024 umgesetzt werden. In Betrieb gehen die Anlagen dann zur Heizperiode 2024/2025“, kündigt der GWW-Geschäftsführer an.
Das Projekt „Hundertmorgenfeld und Schmatzfelder Straße“ sei aber erst der Anfang. Ziel der GWW sei es, bis 2040 das gesamte Heizungssystem klimafreundlich und nachhaltig umzubauen.
Das GWW-Zukunfts-Konzept: Fernwärmeanschluss, überall dort wo es wirtschaftlich vertretbar möglich ist. Wo das nicht geht, plant der Großvermieter eine Nahwärmeversorgung über ein sternförmiges Netz für die jeweiligen Bestandsbauten. Für alle GWW-Neubauten setzt man ohnehin bereits auf alternative klimafreundliche Heizsysteme von Pelletheizung bis hin zur Nutzung von Geothermie. „Gas und Öl zur Wärmeerzeugung werden bei der GWW bald Vergangenheit sein“, unterstreicht Christian Zeigermann. Und verweist darüber hinaus auch auf die umweltfreundliche Erzeugung von Strom über PV-Anlagen auf GWW-Plattenbaudächern, die die GWW bereits mit einem Pilotprojekt im vergangenen Jahr angeschoben habe und die Stück für Stück weiter umgesetzt werde.
„Fernwärmenutzung als umweltfreundliche Art der Wärmeversorgung verbessert unsere Luft und das Stadtklima als unsere natürliche Lebensgrundlage und dient damit dem Wohl der Bürgerinnen und Bürger Wernigerodes. Wer, wenn nicht wir, als städtische Töchter sollten dabei mit gutem Beispiel vorangehen und damit eine klimaschonende Zukunft sichern helfen“, ist der GWW-Geschäftsführer überzeugt.

Die städtische Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH (GWW) plant wegweisende und nachhaltige Bauprojekte in Wernigerode. Die GWW setzt sich mit zukunftsweisenden Themen auseinander und kommuniziert diese in die Stadt. Das zentrale Projekt umfasst die Bebauung des Areals Veckenstedter Weg 76 bis 80 und Veckenstedter Weg 14 a/Gießerweg 9. Durch einen europäischen Architekturwettbewerb sollen einzigartige Ideen für den Wohnungsbau gesammelt werden. Die GWW strebt an, bis zu 60 Mietwohnungen in Mehrgenerationenhäusern zu schaffen. Das Projekt legt großen Wert auf Nachhaltigkeit, Klimaschutz und soziale Verantwortung, um den Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu werden. Die „bunte Stadt am Harz“ wird durch das Projekt noch vielfältiger und zukunftsorientierter.
Lesen Sie den kompletten Artikel in .pdf-Form unter:
Erschienen in der Zeitschrift DW | Die Wohnungswirtschaft, Ausgabe 07/2023.
Kinder der evangelischen Kindertagesstätte St. Johannis lernten die Arbeit der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH vor Ort kennen
Fröhliche Kinderstimmen überall im Haus. 14 Kinder der evangelischen Kindertagesstätte St. Johannis, im Alter von 3 bis 6 Jahren, besuchten am Dienstag (4.Juli) die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, GWW. Sie wollten wissen, wie die Arbeit von Wohnungsvermietern in der Praxis so aussieht. Und die GWW gewährte den jungen Neugierigen gern Einblick.
Empfangen wurden die Jüngsten von GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann, GWW-Prokuristin Kristin Grunewald und Hausmeister Oliver Kratzke an ihren Arbeitsplätzen. Ob an der Rezeption, bei der Fahrzeugflotte der GWW oder in den Büros der Wohnungswirtschaft, die Kinder lernten viel kennen, was die Tätigkeit des städtischen Vermieters ausmacht. Christian Zeigermann: „Wir haben uns über die kleine Abwechslung und die vielen neugierigen Kinderaugen im Haus gefreut. Das sind unsere Kunden von morgen oder auch unsere Mitarbeitenden. Deshalb haben wir ihnen gern alles gezeigt, was man über die GWW-Tagesarbeit wissen sollte. Bei Interesse anderer Kindergärten oder von Schulen und Vereinen setzen wir diese Art Tag der offenen Tür bei der GWW auch gern mal fort. Wir sind offen für weitere Anfragen.“
Mitgebracht hatten die Kinder einen selbst gestalteten Fries, wie sie sich das kinderfreundliche Wohnen der Zukunft und ihre Traumhäuser vorstellen. Bei der Übergabe dankten die Erzieherinnen Kathleen Gifhorn und Stephanie Rust der GWW für die freundliche Aufnahme und den interessanten Vormittag. Kathleen Gifhorn: „Ich denke, die Kinder haben einen guten Einblick bekommen, was eine Wohnungsverwaltung alles zu tun hat und welche Menschen hinter all der Tagesarbeit stecken. Davon werden alle sicher noch lange sprechen“.



GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann: „Starke Führungspersönlichkeit mit Leidenschaft für die Vermietungsaufgaben und die Belange unserer Mieterinnen und Mieter“
Zum 1. Juli 2023 wird die Leiterin des Bereichs Wohnungswirtschaft der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, Kristin Grunewald, zur Prokuristin des städtischen Unternehmens bestellt. Das wurde nun vom GWW-Aufsichtsrat einstimmig bestätigt. Sie löst in dieser Funktion Ines Müller ab, die über 20 Jahre die Prokura der GWW innehatte und sich bis zu ihrem Rentenbeginn weiter der Planung der GWW-Investitionsvorhaben widmen wird.
Kristin Grunewald ist ausgebildete Hotelfachfrau und brachte zahlreiche Erfahrungen aus der freien Wirtschaft mit, bevor sie 2014 zur GWW wechselte und hier eine Zusatzausbildung zur Immobilienkauffrau absolvierte. 2020 wurde der 38-jährigen Wernigeröderin bereits die Führung der GWW-Wohnungswirtschaft übertragen. Hier arbeiten mit 14 Mitarbeitern fast die Hälfte aller GWW-Gesamtbeschäftigten. Unter ihrer Leitung entwickelte sich der Bereich modern und kundenorientiert im analogen wie auch im digitalen Service und mit kürzeren Reaktionszeiten auf die Anliegen der GWW-Mieterinnen und -Mieter. Möglich wurde die Verbesserung des Mieterservices auch durch die Bildung eines GWW-eigenen Hausmeister- und Malerteams unter ihrer Leitung, um schneller auf Mieterbedürfnisse wie Treppenhaussanierung und Kleinmängel-Beseitigung reagieren zu können.
„Die Wohnungswirtschaft mit Vermietung und Verwaltung ist die Speerspitze eines Wohnungsunternehmens. Unter Führung von Kristin Grunewald hat sich der Bereich zum Zentrum des Handelns in unserem Hause entwickelt. Wachsender Mieterservice, wachsende Mieterzufriedenheit und wachsende Nachfrage nach unseren Angeboten sind das äußere Zeichen dafür. Als starke Führungspersönlichkeit und mit Leidenschaft für die Vermietungsaufgaben und die Belange unserer Mieterinnen und Mieter hat sie sich mit ihrer Zielstrebigkeit und Weitsicht hohes Ansehen in der Mieterschaft und auch im gesamten Team der GWW erworben. Ich freue mich, dass sich Kristin Grunewald nun der Aufgabe als neue Prokuristin der GWW stellt. Und somit die Geschäftsführung unseres Hauses mit ihrer Entscheidungsvollmacht für alle geschäftlichen Fragen vertritt und unterstützt“, begrüßt GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann die Prokura-Entscheidung des Aufsichtsrates für Kristin Grunewald.
Kristin Grunewald: „Ich freue mich auf die neue Aufgabe. Sie ist für mich eine große Herausforderung und natürlich auch ein Zeichen der Wertschätzung meiner Arbeit im Bereich Wohnungswirtschaft. Ich hoffe, zusammen mit unserem jungen Team weitere Impulse für eine gesunde Weiterentwicklung des Unternehmens setzen zu können. Die GWW ist im Gespräch in Wernigerode mit mutigen Neubauten und ihrem Einsatz für den klimafreundlichen Umbau unseres Wohnungsbestandes. Ich möchte noch stärker mithelfen, alle diese Aktivitäten in interessante kundenfreundliche GWW-Mietangebote für alle Generationen und alle Einkommen münden zu lassen. Nicht zuletzt danke ich meinem Team Wohnungswirtschaft für seine Unterstützung, die engagierte Mitarbeit in unseren Projekten und das entgegengebrachte Vertrauen.“
Die Architektenkammer Sachsen-Anhalt und die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH laden im Rahmen des diesjährigen Tages der Architektur zu einer besonderen Besichtigung der August Hermann Francke Grundschule ein. Das markante Bildungsgebäude, das von der GWW als Bauherr im Auftrag der Stadt Wernigerode durchgeführt wurde, öffnet am Sonntag, den 25. Juni 2023 um 14:00 Uhr, seine Türen, um den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in seine architektonischen Meisterleistungen zu gewähren.
Während des Tags der Architektur haben die Besucher die einzigartige Gelegenheit, das Innenleben der August Hermann Francke Grundschule zu erkunden. Der großzügige Eingangsbereich mit seiner lichtdurchfluteten Atmosphäre und der geschmackvollen Inneneinrichtung vermittelt bereits einen ersten Eindruck von der angenehmen Lernumgebung, die die Schülerinnen und Schüler hier genießen.
Die Besichtigungstour führt die Gäste durch die verschiedenen Unterrichtsräume, die mit modernster Technologie ausgestattet sind, um den Schülerinnen und Schülern ein optimales Lernumfeld zu bieten. Von den interaktiven Tafeln bis hin zu den multifunktionalen Möbeln ist jeder Raum auf die individuellen Bedürfnisse der jungen Lernenden zugeschnitten. Zudem können die Besucher die gut ausgestatteten Fachräume erkunden, die den Schülern eine breite Palette an Möglichkeiten bieten, ihre Interessen und Talente zu entfalten.
Der Außenbereich der August Hermann Francke Grundschule ist ebenso beeindruckend wie das Innere des Gebäudes. Große Fensterflächen ermöglichen einen herrlichen Blick auf die grünen Schulhöfe und die umliegende Natur. Die sorgfältig gestalteten Außenanlagen bieten den Schülerinnen und Schülern nicht nur Raum für Bewegung und Spiel, sondern auch einen Ort der Ruhe und Entspannung.
Als Bauherrin der August Hermann Francke Grundschule ist die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH stolz darauf, dieses architektonische Juwel der Stadt zu präsentieren. Durch die gelungene Verbindung von modernem Design und historischer Ästhetik hat die Schule eine inspirierende Lernumgebung geschaffen, die den Schülerinnen und Schülern ein hervorragendes Bildungserlebnis bietet.
Mehr Informationen erhalten Sie über die einen Klick auf die folgenden Links:
Website der Architektenkammer Sachsen-Anhalt mit Informationen zum Tag der Architektur 2023
Beitrag zur Grundschule „August Hermann Francke“
Jan Korte, ein engagierter Bundestagsabgeordneter und Vertreter der Wohnungswirtschaft, besuchte am 05.06.2023 die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft in Wernigerode, um mit Geschäftsführer Christian Zeigermann und Teamleiterin Wohnungswirtschaft Kristin Grunewald über wichtige wohnungswirtschaftliche Themen zu diskutieren. Dabei lag ein besonderer Fokus auf dem Einbau von Aufzügen in Gebäuden. Jan Korte setzt sich aktiv für bezahlbaren Wohnraum und barrierefreies Wohnen ein und bringt sein politisches Engagement in den Dialog ein, um Lösungen und Unterstützung für die Wohnungswirtschaft zu fördern.

Planungen für einzigartige Rehaklinik für pflegende Angehörige Mitteldeutschlands gehen in die nächste Phase
GWW- und GSW-Konzept erhält breite Unterstützung durch Landkreis Harz und Wernigeröder Stadtgesellschaft
Die neuen Pläne für die verlassene marode Kinderklinik in der Steinbergstraße im Wernigeröder Stadtteil Hasserode hin zu einem Rehazentrum für pflegende Angehörige geht in die nächste Phase. Nach der Ideen-Ausarbeitung und einer Machbarkeitsstudie tritt die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, GWW, nun in die Verhandlung mit dem Landkreis Harz, dem Besitzer der Immobilie, ein. Ziel ist es, einen Erbbaupachtvertrag zu schließen als solide Basis für den Neubau des geplanten Rehazentrums. Für das Projekt wollen die beiden Stadttöchter – GWW als Bauherr und die Gemeinnützige Gesellschaft für Sozialeinrichtungen Wernigerode mbH, GSW, als Betreiber – kooperieren.
Landrat Thomas Balcerowski ist optimistisch: „Ich bin ein Befürworter der Idee der Rehaklinik und freue mich, dass auch der Kreistag dem Konzept formal zugestimmt hat. Ich denke, das ist die richtige Idee zur rechten Zeit. Der Neubau eines Rehazentrums für Pflegende rettet und entwickelt nicht nur den Standort, sondern erfüllt auch ein wachsendes Bedürfnis in unserer Gesellschaft. In der schönen Harz-Umgebung zur Ruhe zu kommen, einen besseren Platz als in unserem Kreis kann es dafür nicht geben. Wir sind bereit, der GWW und der GSW den Weg zu ebnen für dieses in Mitteldeutschland einzigartige aber auch notwendige Projekt, das auch die Bedürfnisse vieler pflegender Angehöriger in unserer Region trifft und darüber hinaus.
Wernigerodes Oberbürgermeister Tobias Kascha gab die Anregung und ist nun ein Verfechter der Idee eines Neubaus. „Ich freue mich über die neue sinnstiftende Perspektive für das Quartier an der Steinbergstraße. Es ist kein schöner Anblick mehr. Umso mehr begrüße ich die Idee für ein bisher einzigartiges Rehazentrum, das weitere Menschen in unsere schöne Stadt locken wird und aus der sie gestärkt wieder abfahren. Das Projekt wird die Attraktivität der Harzmetropole noch weiter steigern. Wir haben 32.606 Einwohner und fast 1,4 Millionen Übernachtungen jährlich. Wernigerode hat für alle viel zu bieten. Eine neue Rehaklinik würde sich dort gut einpassen. Wir werden das Projekt unserer Stadttöchter mit aller Kraft unterstützen.“
„Das Konzept von GWW und GSW für die geplante Rehaklinik ist ein idealer Mix, um Rehabilitation und Service-Appartements miteinander zu verbinden. Es ermöglicht und nutzt viele Synergien, die man einzeln viel teurer schaffen müsste“, so urteilt der Geschäftsführer des beauftragten Architekturbüro Marggraf aus Esslingen/ Leipzig, Dipl.-Ing. freier Architekt Conrad Marggraf. Das reiche von der Gastronomie über ärztliche Versorgung und Pflegedienstleistungen unter einem Dach sowie auch Räumlichkeiten wie Sauna, die von beiden Seiten genutzt werden könnten. Der Bedarf sei für beide Dienstleistungsbereiche groß und werde in Zukunft noch weiterwachsen. Die Alterspyramide Deutschlands zeige das klar an. Das hätte man auch in der Machbarkeitsstudie zum Projekt hervorgehoben.
„Neue Reha-Einrichtungen müssen heute eine hohe Attraktivität aufweisen, denn die Patienten haben eine große Auswahl in Deutschland. Die Architektur sollte so sein, dass sie jetzt als auch noch in 30 Jahren gut angenommen wird. Kein Wunder, dass wir uns dabei auf unsere vielen Erfahrungen im Hotelbau stützen. Wir wollen eine wohlige Atmosphäre schaffen mit viel Tageslicht. Tageslicht hilft nachweislich der Gesundheit, und das wollen wir unterstützen. Keiner möchte heute in eine Reha gehen mit Krankenhausatmosphäre und langen dunklen Fluren. Die Leute sind erschöpft, aber nicht krank. Dem wollen und müssen wir in unserem Architekturentwurf Rechnung tragen, schon in der Entree-Situation. Die Gebäudehülle planen wir deshalb transparent und lichtdurchflutet mit Blick auf die schöne Harzer Berglandschaft.“
„Die Machbarkeitsstudie des Marggraf-Architekturbüros macht uns Mut, auch wenn es für den Umgang mit der Spezialimmobilie noch einige wirtschaftliche Fragezeichen gibt“, betont GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann. „Klar ist, eine Sanierung lohnt sich nicht, um die alte marode Gebäudehülle der Kinderklink, die seit zwei Jahren verwaist steht, in etwas Modernes zu überführen. Ein Neubau ist eindeutig wirtschaftlicher und attraktiver und heilt damit auch ein ganzes Quartier. Die einzigartige Tallage, die grüne Umgebung und die Ruhe am Standort sind für eine Rehaklinik ideal.“ Das beauftragte Architekturbüro Marggraf habe bereits erste Entwürfe vorgelegt. „Vorgesehen sind zwei Flügel mit Glaselementen und einem Verbindungsteil, das als Eingang und Lobby genutzt wird. 30 Rehazimmer und 20 Wohnungen für Ältere (mit Pflegeservice nach Bedarf), allesamt mit Balkon, sind vorgesehen, dazu Therapiebereiche, Sauna, Kneipp, Salzgrotte und Swimmingpool. All das ist möglich. Wir wollen zudem CO2-neutral bauen, mit Photovoltaikanlagen, Erdwärmenutzung und weiteren Alternativen zur nachhaltigen Energieerzeugung“, beschreibt der GWW-Geschäftsführer.
„Das Konzept für die neue Rehaklinik beschäftigt uns nun schon über zwei Jahre”, erinnert sich Sandra Lewerenz, Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Gesellschaft für Sozialeinrichtungen Wernigerode mbH, GSW. „Die Stadt Wernigerode war auf uns zugekommen, weil wir als GSW bereits stark in Hasserode tätig sind. Den Charakter des Standorts der Kinderklinik zu erhalten – nichts lag da näher, als das Thema Gesundheit dort weiter zu entwickeln”, betont sie weiter. Mit 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei die GSW der größte Arbeitgeber Wernigerodes. Und habe als potente Stadttochter auch die Möglichkeit, große Projekte schultern zu können. Und das nicht nur im Bereich der Altenpflege.
„Als GSW sehen wir den gesamten Menschen und seine Bedürfnisse. Dazu gehören auch die sozialen und kulturellen. Deshalb unterhalten wir zum Beispiel auch Begegnungscafés. Unsere Service-Angebote richten sich zudem nicht nur an Ältere, sondern auch an Jüngere, die Hilfe brauchen”, erklärt Sandra Lewerenz. All das war und ist der Hintergrund für unsere Idee für die neue Rehaklinik für pflegende Angehörige. Untersetzt von der Zukunftserwartung, dass es aus Kräftemangel immer mehr Angehörige geben wird, die die Pflege zu Hause übernehmen müssen.
Die GSW-Geschäftsführerin zum Konzept: „Es gibt viele, die schon heute einen Angehörigen pflegen bis zur eigenen Erschöpfung. Ihnen eine Reha anbieten zu können, die sie wieder zu Kräften kommen lässt – als Kassenleistung oder auch als Selbstzahler –, ist unser Ziel. Wir wollen ihnen ein drei Wochen-Programm bieten wie eine Kneipp-Kur mit viel Bewegung, Wasser, guter Ernährung und Stressbewältigung und mit vielen Informationen rund um die Pflege. Und dabei natürlich unsere schöne Harz-Umgebung mit einbinden.“
Diese Pflegenden einmal selbst ins Zentrum zu stellen, sei der GSW-Wille. Ihnen noch mehr als jetzt Hilfe durch Information, Reha-Maßnahmen und Erholungszeiten zukommen zu lassen, halte sie für das Gebot der Zukunft. „In der Weiterentwicklung unseres Konzepts zusammen mit dem städtischen Vermieter GWW, den ich als idealen Partner dafür sehe, ist die Klinikidee mit dem ersten Architektenentwurf nun schon ein ganzes Stück realer geworden. Das treibt uns nun noch mehr an. Wichtig ist uns, dass sich die neue Rehaklinik auch als soziales und kulturelles Zentrum für das Quartier entwickeln kann. Wir möchten dort deshalb eine Reihe von Angeboten und Veranstaltungen anbieten, die alle Wernigeröder ansprechen, ob jung oder alt. Also ein offenes Haus des Miteinanders. Alle sollen davon profitieren”, so Sandra Lewerenz abschließend.
GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann zum „Wie weiter?“: „Wir von der GWW und der GSW sind weiter mit viel Elan dabei, unsere Pläne für das neue Rehazentrum Wirklichkeit werden zu lassen. Dabei sind noch einige Hürden zu nehmen, doch wir sind zuversichtlich und erhalten viel positives Feedback und Unterstützung aus der Stadtgesellschaft. Sollte es finanziell passen und der Erbbaupachtvertrag wird möglich und auch unsere Aufsichtsräte stimmen zu, dann kann alles relativ schnell gehen. Planungen bis Ende 2024, Bauantrag, Baustart im Sommer 2025 und Einweihung im Jahre 2027“, schaut er zuversichtlich voraus.
Deutschlands bedeutendster Vertreter der modernen Pop-Art-Szene gestaltet Wandbild am „Wellenhaus“ in Wernigerode
Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH lässt „Kunst am Bau“-Tradition wieder aufleben
Künstler Moritz Götze übergibt Emaille-Wandgestaltung an die Bewohner im Stadtteil Stadtfeld
Deutschlands bedeutendster Vertreter der modernen Pop-Art-Szene, der Hallenser Künstler Möritz Götze, schuf für den Giebel des Wernigeröder „Wellenhauses“ im Auftrag der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH einen sich auf 11 x 12 Meter entfaltenden „Naturrausch“ mit einem Blätter- und Blütenwirbel im Zentrum. Das Werk trägt den Titel „Blütensturm“. Das Emaille-Wandbild besteht aus über 60 Einzelteilen, das Kleinste in A4-Größe. Das Größte 130 x 120 Zentimeter umspannend. Das farbenfrohe heitere Wandbild wurde nun der Wernigeröder Öffentlichkeit übergeben. Bei einem Vor-Ort-Besuch des Wernigeröder Oberbürgermeisters Tobias Kascha, des Stadtratspräsidenten Uwe Albrecht und GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann erläuterte der Künstler das Werk und den Fortgang der Montagearbeiten. Oberbürgermeister Tobias Kascha zeigte sich begeistert und hob die identitätsstiftende Wirkung im Stadtteil und Attraktivität auch über Wernigerode hinaus hervor.
„Der Harz, der Brocken und die bunte Stadt am Harz mit all ihrer geschichtsträchtigen Mystik war und ist für mich schon immer eine große Inspiration“, erläutert Moritz Götze seinen Entwurf. Gereizt habe ihn bei diesem Auftragswerk, der Rastergestaltung der Häuser eine freie dynamische Form entgegenzusetzen. Inhaltlich wollte er dem Gebäudeensemble und seinen Bewohnern ein „heiteres Naturerlebnis aus Blättern, Blüten und Insekten“ schenken. „Aber auch den Brocken und natürlich ein paar Brockenhexen zitiere ich in der Wandgestaltung“, so der Künstler.
Das Wandbild liest sich wie eine Naturhommage an den Harz und seine Umgebung. Über acht Monate von der Skizze bis zur Fertigstellung habe er daran gearbeitet. Aufwendig geriet es durch die Formenvielfalt. Kein Detail gleicht dem anderen. Auf Basis eines großflächigen Papierentwurfs wurden Schablonen angefertigt, die als Vorlage für die Blechschnitte dienten. Im Emaillierprozess wurde jedes der 60 Einzelteile 3- bis 4-mal gebrannt. Um eine leichte 3-D-Wirkung des Wandbilds zu erreichen, positionierte der Künstler zusammen mit zwei Handwerkern jedes Teil in 20-mm-Distanz zur Giebelfassade. Allein dieser Prozess benötigte vier Tage Arbeit.
„Ich bin immer wieder begeistert von Emaille. Es hat Ausdrucksstärke, 100 Prozent Lichtechtheit und ist beständig im Außenraum“, so der Künstler. Alles beginnt dabei mit einem Stück Stahlblech, das in einem Säurebad gereinigt, anschließend grundemailliert wird und auf das er dann Stück für Stück Farbschichten aufträgt, die immer erneut bei 800 Grad eingebrannt werden.
GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann erläuterte zu den Hintergründen der Kunstaktion: „Neben der vollständigen energetischen Sanierung unserer Plattenbauten bis ins Jahr 2030 geht es uns als GWW auch immer um eine ästhetische Heilung und Aufwertung der Quartiere. Dazu lassen wir u. a. die alte Tradition der Kunst am Bau wiederaufleben. Das Kunstwerk von Moritz Götze ist dafür der Startpunkt.“ Weiteres wird folgen. Kunst am Bau und moderne Freiraumgestaltung seien in der Lage, die Identifikation der Bewohner mit dem Quartier zu erhöhen und das Wohnen attraktiver zu machen.
„Ich denke, mit dem Wandbild von Moritz Götze wird uns das im Stadtfeld gut gelingen. Zudem ist die Idee ausbaufähig.“ Die Blüten, Blätter und Insekten des dynamischen Naturpanoramas könnten sich vielleicht später auch vereinzelt an anderen GWW-Giebelfronten niederlassen und eine heitere Verbindung zwischen allen GWW-Plattenbauarealen und ihren Bewohnern schaffen. „Schon bei der Montage des Entwurfs versammelten sich zahlreiche GWW-Mieterinnen und -Mieter und freuten sich über den neuen Anziehungspunkt im Viertel,“ so Christian Zeigermann.
Für den GWW-Geschäftsführer gibt es aus seiner Sicht drei Bausteine, die ein lebenswertes Quartier ergeben. Es seien die Gebäude, die Freiflächengestaltung und letztlich die Kunst im öffentlichen Raum, die einem Viertel in ihrer Gesamtheit ein individuelles Gepräge geben. „Der Stadtteil Stadtfeld bildet den Auftakt für eine ganzheitliche Quartiersgestaltung, wie wir sie als GWW verstehen und Stück für Stück umsetzen wollen“, so Christian Zeigermann.
Das neue Wandbild liege zudem an einer der großen Ausfahrtsstraßen aus Wernigerode. Es grüße damit nun auch alle Besucherinnen und Besucher. Und spreche in seiner ganz eigenen Art für den dynamischen Charakter der bunten Stadt am Harz und für den engagierten GWW-Ansatz. Es erfülle damit in doppelter Weise seinen Sinn.
Neue individuelle Stadträume und Architektur beim Stadtumbau zu schaffen, dazu werde es aus dem Hause GWW noch weiteres nachhaltig Zukunftsweisendes geben, blickte GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann voraus. Das reiche von dem im Bau befindlichen Sonnenhaus über die italienischen Siegerprojekte im Ergebnis des Europan-Architekturwettbewerbs bis hin zur Neubebauung der Lutherstraße im Umfeld der neuen Francke-Grundschule.

Künstler Moritz Götze mit GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann vor dem neuen Pop-Art-Wandbild
Jährlicher Heizwärmebedarf für die 90 Wohnungen wird sich um etwa 30 Prozent verringern / GWW-Ziel bis 2030: 70 Prozent CO2-Einsparung
Seit wenigen Wochen treibt die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH (GWW) eines ihrer wichtigsten Investitionsvorhaben des Jahres voran: Der Plattenbau „Am Kastanienwäldchen 1-17“ in der Burgbreite wird bis Dezember 2023 in bewohntem Zustand umfassend energetisch saniert. Damit verbessern sich die Bedingungen für die Mieterinnen und Mieter in 90 Wohnungen (80 3-Raum-Wohnungen und 10 4-Raum-Wohnungen) signifikant.
„Wir wollen all unsere Plattenbauten energetisch sanieren. Bei etwa 60 Prozent unserer 52 Wohnblöcke ist dies bereits geschehen. Das setzen wir jetzt in der Burgbreite fort“, erklärt Christian Zeigermann, GWW-Geschäftsführer. „Unser Ziel ist und bleibt es, 70 Prozent CO2-Einsparung bis zum Jahr 2030 zu erreichen.“
Jetzt investiert die GWW erneut und in beträchtlichem Maße in diese Gebäude und eine verbesserte Wohnqualität. Die Fassaden erhalten eine Wärmedämmung, Balkone werden saniert. Wo nötig, werden Betonteile instandgesetzt. Haustüren und Briefkastenanlagen werden erneuert, ebenso die Kellerfenster. Die Hauseingänge bekommen Vordächer. Auch die Dachränder werden bearbeitet.
Die Häuser werden in bewohntem Zustand saniert, sodass auf die Mieterinnen und Mieter für einige Zeit Einschränkungen bzw. Lärmbelästigungen zukommen. Das alles lohnt sich: „Der jährliche Heizwärmebedarf wird sich etwa um 30 Prozent verringern, was angesichts der unvorhersehbaren Energiekostenentwicklung für die Mieterschaft eine echte Entlastung darstellt“, stellt Christian Zeigermann fest.
Dabei spielt die Dämmung der Außenwände und der Giebel eine zentrale Rolle. Damit werden die Wärmeverluste über die Fassade erheblich reduziert. Der vorhandene sogenannte Wärmedurchgangskoeffizient „U“ reduziert sich um etwa 90 Prozent.
„Die energetische Sanierung unserer Plattenbauten verbinden wir auch mit einer gewissen ästhetischen Heilung. Wir wollen die Bauten äußerlich aufwerten und harmonischer erscheinen lassen“, ergänzt der GWW-Geschäftsführer. Beispielsweise werden die Fensterlaibungen, also die schmalen Flächen zwischen Fenstern und der Außenwand, in vier unterschiedlichen Grüntönen gestaltet. An der Giebelfassade „Am Kastanienwäldchen 1“ wird zudem das Logo der GWW weithin sichtbar zu sehen sein.
Alle am Bau beteiligten Firmen kommen aus Wernigerode oder haben hier einen Standort. „Wie bei allen anderen Projekten auch stellen wir damit sicher, dass die Wertschöpfung in der Stadt und der Region bleibt“, sagt Christian Zeigermann.
Nach dem Kastanienwäldchen wird 2024 die Bert-Heller-Straße energetisch saniert. „Jedes Jahr nehmen wir uns drei Blöcke vor, sodass 2030 dann alle fertig sind“, schaut der Geschäftsführer der städtischen Tochter voraus.
